Die Mühen der Corona-Ebene halten an und für den Herbst 2021 scheint dieses verdammte Virus schon wieder vorzusorgen. Bei diesen Aussichten ist es vielleicht vergleichend einmal angebracht, auf die sogenannte „Gute alte Zeit“ – z. B. auf die vor zwanzig Jahren – zurückzublicken:

2001 brachte zu Beginn die lang ersehnte, kurze und leicht abzuleitende Internet-Domain „ycbs.at“ für den Club!  Aber nicht nur die Homepage bekam eine neue Adresse, auch betreffend Vereinslokal schaffte das neue Jahr Klarheit: Ab nun trafen wir uns regelmäßig im Kaminsaal in Pepi Stieglbauers Schlosstaverne in Ranshofen. Damit konnten für die Zukunft die Clubabende ohne Lokalsuche weitgehend fix jeden 4. Mittwoch im Monat bei bester leiblicher Versorgung der Besucher abgehalten werden.

Die außerordentliche Generalversammlung ohne Neuwahl des Vorstandes im Februar stand neben Rückblick und Vorschau durch Commodore Christian Haidinger im Zeichen der Gorch Fock. Die Seenomaden befüllten im März den AK-Saal, Clubabende brachten weitere Themen wie Murter mit Kornaten von Albert Grassl und das war gleich die Überleitung zum nächsten Cup-Törn.

Zuvor, Anfang April, hatte eine beachtliche Anzahl YCBS-Mitglieder eine Prüfung zu bestehen. Die Plauder-Erlaubnis von Schiff zu Schiff – sprich Funklizenz – musste im Anschluss daran natürlich etwas gefeiert werden (auch unser heutiger Commodore befand sich in der fröhlichen Runde).

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Kommen wir zum YCBS-Cup 2001:
Als Ausgangsbasis diente uns die Marina Betina auf der Insel Murter. 54 Teilnehmer auf 8 Schiffen erkundeten das Revier, vor allem auch die Kornaten. Die Seemannstaufe der Neulinge durfte später als Neptun der unkopierbare Norli Schäfer durchführen (da blieb kein Auge trocken – sh. Bild nebenan), die Ehrung der besten Plätze blieb natürlich dem Commodore vorbehalten.

Die Cup-Sieger kannten wir schon vom Vorjahr – Skipper Ferdinand Brandstätter mit seiner Crew schlug wieder zu.

Beim Ansegeln holte sich im Mai die Jugend mit Michaela Brandstätter den Sieg.

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Ende des Monats matschte eine YCBS-Crew unter Skipper Sepp Höller beim Austria-Cup recht erfolgreich mit. Ab Punat vor der Insel Krk gab es dazu ausreichend Wind.

Das Sommerfest im Sporthaus im Juni verlief navigatorisch im Spiel und die geforderten Teilnehmer konnten sich anschließend bei Lammbraten und kroatischem Plavac stärken.

Von allen YCBS-Aktivitäten, Plänen, Erfolgen, Neuigkeiten wurden natürlich die Mitglieder durch den Commodore, Vicecommodore bzw. Clubsekretär laufend informiert, d.h. via Sailmails bzw. auch über die Homepage (sh. Auszug) am Laufenden gehalten.

Im Juli genossen zahlreiche Mitglieder den Sommer bei dem einen oder anderen Törn, so zum Beispiel eine Crew ab Salerno an der Amalfiküste, vor den Capri-Felsen im Golf von Neapel und draußen bei den Pontinischen Inseln.

jub13-sot-route-2001Mitte August startete der YCBS eine abenteuerreiche Mehrwochenfahrt ab Korfu durchs ionische Meer entlang von Apulien und Kalibrien bis Sizilien. Auch die Äolischen Inseln in Tyrrhenischen Gewässern wurden besucht, wie das geführte Sammel-Logbuch noch heute taggenau preisgibt. Dieser Törn mit zwei Schiffen und acht Crews sammelte auch herrliches Bildmaterial für eine Diaschau. Die gabs aber erst im Dezember.

Im Herbst entfiel wegen zweimaliger Windstille das Absegeln komplett, dafür sorgten bei den Clubabenden Günther Hellmann mit einem Bericht über seine Berufschifffahrtszeit und ein Vortrag zu Versicherungsthemen für interessanten Wind. Den clubseitigen lustigen Jahresabschluss 2001 schaffte die Weihnachtsfeier mit maritimer Verpflegung, einer Geschenke-Auktion und dem bilderreichen Rückblick auf die Erlebnisse im südlichen Stiefelrevier.

So, jetzt müssen wir uns von der Vergangenheit wieder verabschieden und aus der Zeitmaschine aussteigen. Manch Gesicht aus dem Rückblick werden wir leider in der Gegenwart nicht mehr vorfinden, aber wie es so schön heißt: Das Leben geht weiter! Wir Verbliebenen werden auf die Zukunft bauen. Wenn wir nun das bisherige Jahr 2021 betrachten, dann fehlt da schon einiges. Da gibt es was nachzuholen, zumindest hoffentlich im nächsten Jahr – mit  frischen Wind und durchgeimpft.

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