Das Jahr mit den 2 Zwanzigern ist mit seiner Pandemie nicht gerade das Gelbe vom Ei und kann mit Fug und Recht die Rote Karte bekommen. Vertragen sich die beiden Farben nicht?

Wenn wir den roten Teil also vergessen und als Null betrachten, dann kommen wir auf das erste Ein-20er-Jahr, das Zweitausender. Was war da los beim Yachtclub Braunau-Simbach? Im Corona-Lockdown ist vielleicht Zeit für eine kurze Rückblende:

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Zur Jahreswende zischten zum Einstand ins 2000er erdenrund Raketen in den Himmel und die Korken krachten für fröhliches Feiern. Eine YCBS-Crew zelebrierte den Zeitenwechsel in der Karibik und versank mit dem alten Jahr im Transferboot buchstäblich in den Fluten, um anschließend frisch gewaschen wie Phönix aus der Asche ins neue Millenium aufzutauchen. Die Erlebnisse in den Windwards sicherten einen gut besuchten Jänner-Clubabend beim Seitengasslwirt im Braunauer YCBS-Land.

jub13-comm-christianDie Generalversammlung im Februar bestätigte die gute Arbeit des Vorstandes unter der Leitung von Commodore Christian Haidinger durch eine Wiederwahl, wobei nur in den höheren Luftschichten ein kleiner Wechsel erfolgte: Sepp Pagitz gab seinen Beiratssessel an Sauerlachner ab, welcher aber dann kaum drauf ruhte, weil Hermann zum Sitzen einfach keine Zeit mehr fand.

jub13-toskana-archipelDer YCBS-Cup zum Millenium führte uns diesmal mit einer bisherigen Spitzenzahl von 13 Schiffen ab Elba durchs toskanische Archipel. Den neuen Wanderpokal sicherte sich umgehend Ferdinand Brandstätter mit einer gender-nivellierten, quotengeregelten Crew – vier junge Frauen stellten 50 Prozent der Mannschaft (oder passt Belegschaft besser) auf einer First 42s7. Kommt da ein Frauen-Jahrtausend auf uns zu? Kelche für die Sieger verteilte der Club erst später daheim beim lustigen Italo-Sommerfest auf der Sporthaus-Terrasse in Ranshofen.

jub13-paritaet-crewAuch im Mai mussten sich am Mattsee beim Ansegeln die Teilnehmer hinter dem Brandstätter-Duo Ferdinand und Annemarie anstellen. Etwas später testeten dort Claus Czap und Fredi Haberlik eine größere YCBS-Schar auf Herz und Nieren und Sepp Höller ergänzte mit einigen Kanditaten die FB2-Ausbildung im praktischen Bereich sommerlich ab Pula. Den B-Schein gabs dann im September nach einem Prüfungstörn vor Rogoznica – ein weiteres klares Zeichen der weiblichen Gleichberechtigung, was auch der Commodore per YCBS-Sailmail hervorhob.

Das Milleniumsjahr bot zudem viele weitere Programmpunkte: Eine neuerliche Austria-Cup-Teilnahme durch Sepp Höller, Hits for Kids mit A-Schein-Ausbildung, Manfred und Elly Hamminger tauften eine neue RAPA-NUI, einen 6-wöchigen Sommertörn in der Adria, ein Spitraining am Attersee und ein Absegeln mit Brandstätter-Sieg – diesmal Ferdinand mit Tochter Michaela – ein echtes Brandy-Abräumer-Jahr.

Damit der Herbst sicher nicht fad werden würde, deshalb ließ Ferdinand auch den neuerlichen Eckercup nicht aus. Richard Schölm überstellte ihm diesmal die „Lady Ageliki“ von Athen nach Trogir und Annemarie durfte einen spleißenden Clubabend einlegen, während die 1000 Meilen bewältigt werden sollten. Erst viel Flaute und dann wilde Stürme ließen die Crew weder die Zwischenstation auf Kreta, noch das Planziel auf Chalkidike erreichen – der Saisonabschluss wollte das Brandy-Erfolgsjahr nicht mehr prolongieren. Ein paar Bilder für die gemütliche Weihnachtsfeier konnten aber von den nicht ganz 1000 Meilen gerettet werden.

Damit hatte der YCBS seine erste Segelsaison im neuen Jahrtausend gut gemeistert.

Eingewebt zum 20-Jahre-Jubiläum des YCBS !

Ja, so war’s beim YCBS vor 20 Jahren.

Also hat der Beitragstitel nicht zu viel versprochen: Im Rückblick auf das Jahr 2000 keine Rede von Corona,

meinte zu Saisonende 2020

WEBer Ante