Um es aufklärend gleich vorweg zu nehmen:

Würzig im Geschmack gab sich garantiert der Preis,
aber ansonsten war es einfach nur zermürbend heiß !

Wir schreiben Maria Himmelfahrt, den 15. August und das Thema ist die

Lange Wettfahrt 2021 des UYCMo am Mondsee.

Wieder mit dabei ist die rote KORALLE – und Ferdinand Brandstätter als ihr Steuermann. Diesmal sind 39 Boote am Start, also reichlich weniger als in den Vorjahren. Es mag wohl vielleicht Corona geschuldet sein, jedoch vermutlich eher der Wetterprognose: kaum Wind, strahlender Sonnenschein und Temperaturen reichlich über 30 Grad.

Zeitig am Morgen läuft die Aquila am Hänger ins Mondseeland, der Mast wird gestellt, das Boot geslippt und die Segel eingeschert. Eine Aufnahme darf dabei auch noch sein: stiller See, nach OÖ gefärbtes Schiff, der Ferdinand und ein Schatten (Anmerk.: der Vorschoter namens Ante).

Das Beeindruckende am Mondsee ist die phantastische Bergkulisse, allen voran die Drachenwand – markant steht sie da im Hintergrund und nur eine große gelbe Boje kann ihr ein wenig die Show stehlen.

Ich will hier keine lange Geschichte erzählen, nur dies:

Beim Start sind wir super dabei, aber dann beginnt die Sucherei nach dem Wind. Einmal scheint die rechte Seite die Bessere zu sein, dann wieder die linke. Der Entscheidungsspielraum treibt einige Boote nach vorne und lässt andere zurück. Uns hat es den Platz mehr in der Mitte zugedacht.

Allmählich rückt der Schafberg näher und die schnelleren Boote mehr in die Ferne.

Bei der Sicht auf das Höllengebirge kommen uns die ersten Spifahrer entgegen. Nur fallweise schafft der leichte Wind das Füllen der großen Blasen.

Wir dürfen noch reichlich länger schwitzen, aber schließlich schaffen wir auch die Wendeboje am unteren See-Ende.

Fallweise auch mit Spinnacker-Unterstützung können wir noch vor dem Timelimit um 17:15 die sogenannte Lange Wettfahrt – die für uns ab 10 Uhr immerhin 7 1/4 lange und heiße Stunden dauerte – gut beenden.

Im Westen braut sich gerade ein Gewitter zusammen. Schnell klarieren wir das Boot, slippen es mit dem Hänger aus dem See, legen den Mast und ziehen die Haltegurte fest.

Für ein kühlendes Bier, ein Essen und die Siegerehrung ist der Wettergott noch gnädig. Kaum sitzen wir im Auto, da fallen die ersten Regentropfen und bald peitscht der tagsüber eingesparte Wind in Sturmstärke den halben Himmel auf unsere Windschutzscheibe – sowas nennt man dann Gutes Timing!

Ja und zuletzt stellt sich dann immer die Frage: Was hat es uns gebracht? Diesmal viel Flüssigkeitsverlust, 2 Erinnerungsgläser vom Union Yacht Club Mondsee und – jetzt kommt das Beste zum Schluss – einen Laib würzigen Mondseer Käse !

Ferdinands Kommentar nach der Regatta:

Die längste und härteste Lange Wettfahrt die ich je am Mondsee gesegelt bin. Vielen Dank fürs Durchhalten!


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Wegen des nahenden Gewitters ist zwar das Bild leicht verzittert, aber dafür ging’s bei der Wettfahrt ohnehin recht wackelfrei zu.

PS:
Das Wettfahrtsergebnis lässt sich (hoffentlich bald) aus der UYCMo-Homepage erlesen.

Von Ferdinands früheren Langen Wettfahrten am Mondsee gibt es noch zwei Beiträge zum Nachlesen:

Zwei YCBS-Ex-Commodores matchten gemeinsam …
Als Ferdinands Vorschoter am mondigen See …

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Im August 2021
eingewebt by
Ante !