Die Zeiten sind schwierig und jede Planung unsicher! Wir versuchen nach dem langen Shutdown einen vorsichtigen Wiedereinstieg ins Clubleben mittels Sommerstammtisch und hoffen, dass uns kein Cluster und keine 2. Welle einen Strich durch die Rechnung macht.

Die herzliche Einladung steht jedenfalls. Mag sein, dass wir eine Maske für den Eingang brauchen, mag sein, dass wir wegen mehr Abstand nicht anstoßen können, aber mit frisch geputzten Ohren oder erhöhter Lautstärke könnte sich dennoch ein gemütliches Plauderstündchen ausgehen – über Geschichten von Corona oder besser alten und vielleicht auch neuen Segelerlebnissen. Die aktuelle Situation wird natürlich auch ein Thema sein und kurz beleuchtet werden.

Der YCBS-Vorstand würde sich freuen, wenn nach den zahlreichen Absagen (Cup-Törn, Ansegeln, Clubabende März, April, Mai und auch das Sommerfest) jetzt zumindest der Juli-Stammtisch möglich wäre. Nun hat die Ferienzeit begonnen und manche werden die Lockerungen für einen Urlaub, eine Reise nutzen. Einige werden im heurigen Sommer aber auch daheim bleiben. Alle die also zum Termin gerade nicht weg sind, die lädt der Yachtclub Braunau-Simbach sehr herzlich zum Juli-Stammtisch ein.

UND SO WAR’S …

… bei absolut passendem Wetter im Gastgarten: 

Mit ausreichendem meist Paarabstand auf zwei Tischen verplauderte eine nette Runde das nun erstmals nach dem Corona-Lockdown wieder stattgefundene physische Treffen von YCBS-Mitgliedern. Der Sommerspritzer rann zügig die Kehlen runter, die Gespräche wechselten von diesem zu jenem. Ein Thema war klarerweise der mit vier Schiffen beabsichtigte FUN-Törn ab dem istrischen Vrsar mit Start am 29. August. Zur Zeit hoffen alle, dass nichts mehr dazwischen kommt. Sollte aber kurzfristig für Balkan-Heimkehrer eine Quarantäne verordnet werden, dann schaut es nicht gut aus für die Segelwoche.

Wer sich in Pommers Gastgarten eingefunden hatte, das verraten die folgenden Bilder von Martin Rachbauer (dank eines langen Armes ist er selber auch gleich am ersten Bild):


Die locker platzierte Runde bei Pasta und süffigen Getränken!


Warum muss ich bei Wolfgangs „Cheese“ an einen Breitmaulfrosch denken, wo er doch Fischer ist!


Damit sind wir schon am Ende der fröhlichen Runde angelangt – das war also der YCBS-Juli-Stammtisch.

Übrigens fehlten beim Stammtisch überraschenderweise die YCBS-Organisatoren Hermann Sauerlachner und Christian Haidinger. Ersteren traf die Rache Montezumas – wahrscheinlich hatte er sich nicht an die Commodore-Empfehlung gehalten: So verpflegt man sich richtig in Corona-Zeiten:

Zweiterer konnte sich nach einer durchgezechten Nacht (siehe unten) nicht schon wieder bei seiner Frau abmelden und durfte mit ihr zum dauerhaften Schulschluss auf Reisen gehen. Also noch eine Hintergrund-Geschichte, damit die beiden Stammtisch-Abwesenden auch noch etwas ins Bild kommen – aber da muss ich weiter ausholen:

ANHANG 1:

Naja, damit der Beitrag nicht zu kurz ist, hab ich noch ein wenig Aktuelles als Anhängsel im Talon – etwas für Astronomen, Astrologen oder Astronauten respektive einfach für Astronavigatoren. Es geht nicht um Covid19, sondern um C/2020 F3 (NEOWISE), also nicht um Coronen, sondern um einen Kometen. Der besagte mit der komisch-kosmischen Bezeichnung soll zur Zeit am nächtlichen Sternenhimmel angeblich mit freiem Auge (falls dein Auge eines vom Adler ist, besser scheint zumindest ein Steiner – könnte bei Nautikern irgendwo herumstehen) bei klarem Himmel sichtbar sein. Da das Objekt momentan recht erd- und sonnennahe unterwegs ist, deshalb schleppt es einen leuchtenden Schweif hinten nach. Du solltest dir das „Spektakel“ jetzt ansehen, da die nächste Gelegenheit erst in rund 6.000 Jahren wiederkehrt.


Die nächsten Tage kannst du den Kometen zirka am tiefen nordwestlichen Himmel so ab 22:30 bis 00:30 finden.

Mehr dazu lässt sich leichter via Internet, zB über Wikipedia, als mittels Fernglas erforschen. Zwei echte Forscher will ich dir hier nicht vorenthalten, wobei der HP-Redaktion nicht bekannt ist, wie viele Biere die Suchaktion gekostet hat und ob brauchbare Aufnahmen (vom Kometen) entstanden sind:


Vom Kometenschweif gut ausgeleuchtet geben sich die Sternengucker recht fröhlich, aber ich finde, der Beitrag ist noch zu kurz, also ….

ANHANG 2:

Beim Sommerstammtisch auch nicht anwesend war unser Vizecommodore. Ob seine Abwesenheit etwas mit der nachfolgenden Story zu tun hat, das ist nicht wissenschaftlich nachgewiesen, könnte aber gut sein. Also die fröhliche Filmsequenz kam vor kurzem aus Griechenland von der EL GRECO IV:

Was macht der Felix da? Worüber kann er sich so herzhaft freuen? Was steuert er da mit seiner Leine?

Auflösung: 

Bei einem Ankermanöver in Hydra ist ein Bowdenzug der EL GRECO IV gerissen und nach etwas Umbauarbeiten steuert Felix nun über eine Leine den Gashebel des Backbord-Motors – genial! Die bildliche Darstellung der technischen Lösung hat er auch gleich mitgeliefert:


Vom Gashebel führt die Leine zur Heck-Reling, dann durchs Wintergarten-Dach hinauf zum Bimini und hinunter zum Flybridge-Steuerstand.

Sollten wir dem Felix statt Mast- und Schotbruch nun Block- und Leinenriss wünschen – besser nicht. Nun können Griechenlands Buchten jedenfalls wieder angesteuert werden:

So weit, so gut für heute. Sommerliche Tage für dich!

Eingewebt im Juli 2020 by Ante !