swm14-00-wm-logoNach seinem Titelgewinn bei der Österreichischen Staatsmeisterschaft in der Bootsklasse SHARK 24 nahm nun YCBS-Mitglied Feuerer vom 23. bis 29. August 2014 bei der Weltmeisterschaft im kanadischen Toronto am Ontariosee aktiv teil. Fritz übermittelte laufend aktuelle und spannende Berichte mit Bildern per Email für diesen YCBS-Blog.

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Mittels Klick auf das WM-Logo darüber kommst du zur offiziellen Homepage (engl.) mit weit. Infos.

 

WM-Wettfahrten-Stand:  –  GESAMT   –   EINZELN   /   WETTER

(die Österr. Boote: Nr. 14/AUT 1807/Alaska/Michael Schahpar  &  Nr. 11/AUT 8/Bite Me/Ernst Felsecker)

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Michael Schahpar an der Pinne und Fritz Feuerer am Vorschiff – Weltmeisterschaft SHARK 24 – Toronto/Ontariosee/Kanada

Nachstehend die Einträge zum Geschehen in WEBLOG-Form (aktuellster Stand obenauf):

30. Aug. 2014 – 15:30 MESZZum Abschluss der SHARK WORLD CHAMPIONSHIP 2014 !

Fritz Feuerer hat uns durch seine laufenden Berichte via Internet praktisch „live“ an seinem großen Abenteuer der Shark-Weltmeisterschaft teilnehmen lassen und ich möchte mich dafür – auch im Namen der zahlreichen Homepage-Surfer – aufrichtig bedanken. Seine Infos waren voller Leben, begeisternd, spannend, selbstkritisch, zu recht auch stolz und „last but not least“ durchhaltend, weil es nicht immer Spaß macht, speziell nach einem harten Regattatag, sich noch zum Formulieren hinzusitzen. Mit dem Ergebnis kann sich das Österreicher-Team schon sehen lassen. Die kanadischen Teilnehmer brachten natürlich den gewaltigen Vorteil des Heimatreviers mit, aber in den Platzierungen einzelner Races ließen die Alpensegler schon stark ihr Potential erkennen. Auf den Rang 19 bzw. 26 von 47 im Gesamtergebnis dürfen die „Austrian Guys“ (zudem auch noch vor unseren Lieblingsnachbarn gereiht) durchaus stolz sein. Der YCBS gratuliert dazu sehr herzlich und wünscht allen eine gute Heimreise. Für Fritz noch ein passendes kleines Ausblick-Präsent.

Fritz meldet sich noch ein letztes Mal aus Toronto:

swm14-36-heimat-hafenEinen schönen Guten Morgen, oder besser für euch einen schönen Nachmittag aus Toronto! Heute ein wenig später, noch ein bisschen schläfrig, ein paar Abschlusszeilen:

Wie schon im letzten Mail angekündigt, wurde unser Boot wieder in den Heimat-Club RCYC zurück gestellt. Nachdem wir die Shark in die Box der Übernahme gebracht hatten (sh. Bild nebenan), genossen wir noch eine Stunde in diesem exklusiven Club (Relax-Foto).

Am Abend folgte eine recht schöne und feucht-fröhliche Abschlussveranstaltung inklusive Siegerehrung. Wir freuten uns sehr über den erreichten 19. Platz bei dieser Weltmeisterschaft. Normalerweise ist in diesem Club um 22:00 „Schluss mit Lustig“, aber es wurde getanzt, gelacht und getrunken – bis 24:00 Uhr. Im Quartier angekommen gab es diesmal keinen Absacker (hatten schon genug …… lach), sondern einen großen Teller voll Ice Cream zur Abkühlung.

Heute am Abend geht es mit einem AUA-Flieger zurück nach Österreich (hoffentlich).

Ganz liebe Grüße, jetzt noch und das letzte Mal aus Toronto,  Fritz

PS: Ein Crewfoto mit Glas von der Shark World Championship 2014 als Abschied – v.l.n.r.: Doug, Michael und Fritz

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Als Homepage-Blogger ANTE darf ich mich bei den Fans der YCBS-Website für die Besuche ebenfalls herzlich bedanken. Damit nach dem Abschluss der Shark-Weltmeisterschaft keine Entzugerscheinungen auftreten, möchte ich auf das nun angelaufene YCBS-Gezeiten-Abenteuer am Ärmelkanal verweisen – auch hier kannst du laufend mitverfolgen, was an Meldungen so eingeht oder sonst zu vermerken ist. Übrigens segelte dort ab Saint Malo der „Feurige Fritz“ Ende Juli 2014 ebenfalls schon und hat darüber auch fleißig berichtet.

29. Aug. 2014 – 14:40 MESZ Die letzten 3 Wettfahrten dieser Weltmeisterschaft !

Guten Morgen Toni!

Gestern habe ich es leider nicht mehr geschafft, ein paar Zeilen zu schreiben. Wir waren alle sehr müde von den letzten drei Wettfahrten. Wir sind zwar schon um 09:OO pm nach Hause gekommen, setzten uns noch gemütlich zusammen, haben noch einen „Absacker“ getrunken, und dann ging es ab in die „Heia“.

Die anderen schlafen noch, und ich schreibe euch, was gestern so lief:

Vorab waren nur zwei Wettfahrten geplant. Die letzte sollte heute folgen. Da aber auch eine Flugshow am Nachmittag stattfindet, und auf Grund der Nähe des Flughafens die Marina dazu gesperrt werden muss, wurden es gestern gleich drei. Diese gestalteten sich sehr anstrengend, da am meisten Wind blies – bis zu 20 Knoten in den Böen. Ich will mich heute mit Detailberichten kurz fassen, denn im Gesamten zeigte es sich ähnlich, warum wir einmal hinten und einmal vorne platziert waren. Das vorletzte Race, also das neunte, möchte ich aber doch ein wenig hervorheben, weil es aus unserer Sicht das beste war, welches wir bestritten haben.

Wie oben schon erwähnt, gab es mehr Wind als an den vorangegangen Tagen. Mehr Wind heißt auch mehr Welle, heißt auch mehr Widerstand, daher wussten wir auch vom ersten Race des Tages, dass die Wellen in Landnähe nicht so hoch waren, wie weiter draußen. Auf diesen Umstand legte Michael die Taktik an. Wieder ein super Start, der beste vom Feld, wieder am Pin End (Anmerk.: am linken Ende der Startlinie). Nach 150 Meter konnten wir schon erkennen, dass wir in Führung lagen. Nach ca. 300 Meter hieß es „ready for the tack“. Die Wende wurde, wie sich umgehend herausstellte, leider zu früh angesetzt. Ein Stb fahrendes Boot kam uns dazwischen, wir mussten zurückwenden, aber leider ein bisschen zu spät. swm14-33-spi-segelnEs kam zu einer leichten Berührung und damit zu zwei „turn around“. Diese kosteten uns mindestens 1 Minute. Wir ließen uns aber durch dieses Missgeschick nicht aus der Ruhe bringen. Die taktische Marschroute wurde beibehalten. Die meisten vom Feld blieben vom Land weg, wir fuhren Richtung Land. Bei der Luvtonne waren wir, man glaubt es kaum, schon fünfte. Weiter ging’s mit Vorwind zum Lee-Gate, auf Kreuzkurs wieder Richtung Land zur Luvtonne – und da waren wir schon sensationell zweite. Leider machte uns, wie schon in den vorhergegangen Races, die Leinenführung des Bootes wieder einen Strich durch die Rechnung. Wir konnten den Spi nicht sofort setzen und damit auch nicht das notwendige Schiften erledigen. Wir wollten unbedingt den zweiten Platz halten. Leider wurden wir kurz vor der Ziellinie von drei Booten passiert. Die Freude war trotzdem riesengroß, denn nach allen Missgeschicken, trotz einer 2er-Strafdrehung, einen fünften Platz einzufahren, das ist schon was. Eines ist klar, Michael ist Startweltmeister!!!! Dieser Segeltag wurde natürlich wie immer mit x B…chen  beendet.

Heute bringen wir unsere Shark zurück in ihren Heimatclub RCYC. Am Abend ist die Siegerehrung angesetzt. Wenn es die Zeit noch zulässt, dann werde ich noch kurz darüber berichten. Morgen geht es mit Flug OS572 nach Hause. Da ich ein Standby-Ticket habe, entscheidet sich erst am Gate, ob ich mitgenommen werde. Sonst muss ich noch einen Tag in Toronto bleiben.

So, jetzt gibt es Frühstück!  Liebe Grüße,  Fritz

28. Aug. 2014 – 07:00 MESZEin bewegter 2-Tage-Bericht aus dem fernen Toronto !

Einen schönen guten Morgen Toni !

Ich bin dir einen Zwei-Tage-Bericht schuldig. Ich möchte aber zuerst auf deine Email eingehen:

Nancy, unsere Quartiergeberin, die zuerst mit uns hätte segeln sollen, ist auf dem Schiff von Rodney Smith, einem „Past Commodore“ des RCYC. Statt Nancy fährt, wie auf dem Crew-Foto ersichtlich, ihr Lebensgefährte Doug Macfarlane mit uns. Es ist wirklich nicht leicht, ein fremdes Boot in so kurzer Zeit, eigentlich haben wir nur einen Tag dafür gehabt, für eine WM abzustimmen. Die Leinen laufen bei den kanadischen Sharks anders als bei uns. Hier fahren sie ohne Spibaumniederhohler, das Spifall ist beim Mast zu bedienen usw. Man müsste mindestens 2 Wochen früher anreisen, um erstens das Boot auf Vordermann zu bringen, zweitens das Revier (Windgegebenheiten, Strömungen etc.) besser kennen zu lernen und drittens natürlich trainieren, trainieren, trainieren.

So, nun zum gestrigen Regatta-Tag, der es in sich hatte.

4. Race:
Wir begannen wieder sehr gut, leider folgte ein allgemeiner Rückruf. Bei der Startwiederholung setzte der WL die Flagge U. Wir kamen wieder sehr gut weg, leider noch ein allgemeiner Rückruf. Dritter Start mit „Black Flag“, da erwischte es Flossi und ein paar andere Sharks. Wir starteten neuerlich sehr sehr gut, wendeten nach ca. 300 Metern und fuhren mit Wind von Bb übers ganze Feld. Leider hatten wir diesen Schlag zu früh angesetzt. Ein bisschen länger auf den ersten Schlag zu bleiben wäre besser gewesen. So verloren wir drei Plätze und rundeten als viertes Boot die Luvtonne. Bei den anschließenden Vorwindkursen (2 mal) und auf der Kreuz gaben wir diesen Platz nicht mehr ab. Man kann sich sicher vorstellen, dass die Freude auf unseren Boot riesengroß war.

5. Race:
Dem WL waren die zahlreichen Frühstarts schon zu blöd, daher begann er nicht mit dem „Blauen Peter“ (Flagge Papa),  sondern gleich mit der „Black Fag“. Na sauber, dachten wir uns. Es war wie immer – bei 47 Schiffen – auf der Startlinie so richtig was los. Bei 20 Sekunden fuhr ein Schiff achterlich auf unser Boot, dadurch waren wir kurz irritiert. Da dieses Boot anschließend unser Boot überlappte, hatte er Wegerecht, luvte an und drückte uns über die Startlinie. So hieß es wieder „disqualified start number 14“. Es war auch kein Trost, dass 6 weitere Schiffe auch einen Frühstart hatten. Somit war der Erfolg vom 4. Race schlagartig zunichte gemacht – wieder 48 Punkte ausgefasst. Die Race-Pause nutzten wir, um die Gegner zu beobachten.

6. Race:
Wieder „Black Flag“. Michael ist wirklich einer der besten und mutigsten Starter im Feld, aber bei diesem Race wurde auch er vorsichtig. Der Start war diesmal nicht so optimal wie bei den vorangegangenen Races, eigentlich kamen wir ganz schlecht weg. Ein Fluch von hinten (Steuermann) folgte. Die Situation hatte zur Folge, dass wir uns durch das Feld wenden mussten. Ich habe diese Wenden gar nicht mehr gezählt. Jedenfalls bedanken sich meine Armmuskeln schon für das viele Leinenziehen … Lach !!!!  Auch hier bewahrheitete sich, wenn man beim Start nicht vorne dabei ist, gibt es keine Chance mehr, einen Spitzenplatz einzufahren. So wurde bei diesem Race der 28. Platz draus – ergab der 25. in der Gesamtwertung, also keine Verbesserung.

So, es ist mittlerweile bei uns in Toronto kurz vor 24:00 Uhr.  Kurz der Bericht vom heutigen Wettfahrtstag:

7. Race – Long Distance:
Wie schon in der Überschrift hervorgehoben, die „Lange Wettfahrt“ stand auf dem Programm. Vorab, dieses Race hat mit unseren Hormonen gespielt – vom langen Frust bis hin zu den Glückshormonen, die am Ende der Wettfahrt unsere Körper beherrschten.
Zum Detail:
Um 10:00 wurde die Wettfahrt gestartet – mit Flagge P – Frühstart gab es diesmal nicht. Wir kamen wieder sehr sehr gut weg. Leider hatten wir Navigationsprobleme. Dadurch verloren wir bis zur ersten Wendemarke schon sehr viel Terrain. Beim anschließenden Spi-Kurs verließ uns der Wind. Es war zum Verzweifeln. Wir standen im „Öl“, nichts ging mehr! Das blieb lange, sodass wir auf einmal vorletzte waren – also Rückfall auf den 46. Platz. Na sauber! Irgendwie hatte der Wind dann doch Erbarmen und schob uns dem Feld hinterher. Und plötzlich kam es ganz anders. Der Wind frischte auf, drehend zur letzten Bahnmarke auf Kreuzkurs. Die Wendemarke umrundeten wir  auf der 45. Position. Dann den
Spi hinauf, aber nicht sehr lange. Da der Wind immer spitziger wurde, hieß es wieder „Genua raus, Spi runter“. So, und ab diesen Zeitpunkt wurde es interessant. Wir bekamen einen sensationellen  „Lift“, so unter dem Motto „das Glück ist ein Vogerl“. Dieser Windlift beförderte uns unter Land Richtung Ziel. Man glaubt es kaum, 34 Boote wurden überholt. Wie schon oben erwähnt, nahmen in unsern Körpern die Glückshormone überhand. Platz 12 – wau – von Platz 46 auf den 12. vorgefahren. Herz, was willst du noch mehr, und dies bei einer WM. Diesen Erfolg belohnten wir natürlich mit einigen Vitaminen – x B….e für die Kehlen.

Flossi und seiner Crew ging es heute auch sehr gut. Sie beendeten dieses Race, zuerst noch vor uns liegend, im Ziel aber hinter uns als 15. – Gratulation !!!

In Toronto herrscht viel Verkehr. Daher unternahmen wir am Abend mit unseren Quartiergebern, Nancy und Doug, und mit Michaels Frau eine Radtour durch die Stadt. Nach 6 km Fahrt wurde in einem gemütlichen Lokal der Durst gelöscht. Dabei konnten wir den erfolgreichen Segeltag gut Revue passieren lassen.

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Happy Time bei …. – falsch gedacht – das sind Radler (und keine Biere) !

Mittlerweile ist es schon 00:43. Ich gehe jetzt in Bett, bin schon sehr müde ….

Liebe Grüße,  Fritz

27. Aug. 2014 – 14:10 MESZFritz bestätigt die Angaben der CUMULATIVE RESULTS !

Fritz schreibt kurz:

Gestern Abend war ich zu müde, um noch einen Bericht zu schreiben und jetzt muss ich gleich weg. Heute ist die lange Wettfahrt. Ganz kurz: Gestern erreichten wir bei der ersten Wettfahrt den 4. Platz (freu), bei der zweiten wurde schon mit Black Flag gestartet, 6 Boote disqualifiziert – leider waren wir auch dabei. Bei der dritten Wettfahrt wurden wir 28. und gesamt nach 6 Wettfahrten 25. Bericht folgt heute.

Liebe Grüße,  Fritz

27. Aug. 2014 – 05:00 MESZEin ausgezeichneter 4. Platz im 4. Race steht in der Tabelle !

Derzeit ist noch kein neuer Bericht aus Toronto eingegangen, aber die offizielle WM-Homepage weist bereits 6 Wettfahrten aus. Nach Cumulative Results konnte sich Fritz speziell nach dem 4. Race sehr freuen – da dürfte er seinen Skipper Michael Schahpar besonders „ange-Feuerer-t“ haben – ein ausgezeichneter 4. Platz steht in der Tabelle. Leider folgte darauf ein BFD (Black-Flag Disqualified = nach Regel 30.3 disqualifiziert). Zur Zeit liegen die Österreicher auf Platz 25 und 36. Hier wirken sich das zugeteilte fremde Schiffsmaterial und das unbekannte neue Revier sicher aus.

PS: Den jeweils aktuellen WM-Wettfahrten-Stand kannst du über die Links ganz oben in GESAMT und EINZELN schnell einsehen.

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26. Aug. 2014 – 04:41 MESZ:  Der Verlauf des ersten Wettfahrtstags mit 3 Races !

Müde und abgekämpft – ein Kurzbericht vom ersten Wettfahrtstag:

Ich freute mich schon sehr auf diesen Tag. Das erste Mal bei einer Weltmeisterschaft zu starten, 47 Boote als Gegner zu haben, und das vor der Skyline vor Toronto, das ist schon ein besonderes Gefühl. Somit beschreibe ich hier mit Freude den ersten Wettfahrtstag für den YCBS.

1. Race:
Von Start gut weg gekommen, fuhren wir mit nur zwei Schlägen zu Luvtonne, die wir als sechste passierten. Leider hatten wir danach ein Problem mit dem Topnant, dessen Leine sich im Inneren des Mastes vertörnte. Daher dauerte das Spinnaker-Manöver länger als geplant. Trotzdem waren wir am Lee-Gate achte. Bei der anschließenden Kreuz machten wir einen entscheidenden Fehler. Statt wie schon bei der ersten Kreuz mit zwei Schlägen zur Luvtonne zu kommen, wendeten wir zweimal mehr. Dieses taktische Missgeschick kostete uns 8 Plätze. Trotzdem erreichten wir nach einem guten Vorwind-Kurs den sechszehnten Platz.


2. Race:
Der Start war unserer Meinung nach der Beste, leider wurde er durch einem allgemeinen Rückruf zunichte gemacht. Für den zweiten Start setzte die Wettfahrtleitung die Flagge U, gleichgestellt einer Black Flag, das heißt, solltest Du einen Frühstart produzieren, Disqualifikation. Es kam, wie wir es nicht erwartet hatten. Bei 0 an der Startlinie, so glaubten wir zumindest, also wieder einen super Start. Da kam der Funkspruch: „Disqualified – start number 14“. Nach Rücksprache mit der Wettfahrtsleitung waren wir 3 Sekunden vor dem Startsignal über der  Startlinie. Das sind bei 4 Knoten Speed ca. 2,5 Meter! Ein wenig Frust wurde durch den Fehlstart schon erzeugt.


3. Race:
Der Frust war bald abgebaut, motiviert gingen wir in das dritte Race. Diesmal kein Frühstart! Wieder gut weggekommen, passierten wir die Luvtonne diesmal als fünftes Boot. Leider machte uns neuerlich das Setzen des Spinnakers – schuld war wieder die Leine des Topnants – Probleme. Diesmal konnten wir uns aber gegenüber dem ersten Race um 2 Plätze verbessern und den vierzehnten Platz einfahren. Im Yachtclub angekommen, wurde noch das Topnant-Problem gelöst.


In der Gesamtwertung liegen wir – zur Zeit noch ohne Streicher – auf dem 25. Platz. Morgen werden wir unsere Reihung, und da glauben wir sehr daran, verbessern.


Flossi hatte heute Probleme mit dem Strom. Dieser verhinderte 3 mal das richtige Passieren der Luvtonne. In der Gesamtwertung liegt Flossi mit seiner Crew auf dem 35. Platz.


Trotz aller Widrigkeiten ließen wir uns die gute Stimmung nicht verderben …. (siehe Foto).

Liebe Grüße auf Toronto,  Fritz

Das Team rüstet sich für den nächsten Wettfahrtstag – mit Vitamin B6 !

25. Aug. 2014 – 05:30 MESZWM-Eröffnung – erste Erfahrungen am Ontario-See !

Griasti Toni,
jetzt ist es in Toronto gerade abends 10:00 pm. Ich bin vor 2 Stunden von der Eröffnung der Shark 24 Weltmeisterschaft zurückgekommen – müde. Ich wollte eigentlich gleich ins Bett, habe mich aber doch aufgerauft, um diesen kurzen Tagesbericht an die Clubmitglieder zu schreiben:

Vor der Eröffnung wurde das Practice Race vom Veranstalter durchgeführt. Diese Wettfahrt wird als Training abgehalten, um die Boote für die nachfolgenden WM-Races noch fein abstimmen zu können. Es begann schon am Vormittag, da wurden bei unserem Boot noch Leinen getauscht. Da die Kanadier fast bei keinem Boot einen Spibaumniederholer verwenden, haben wir einen selbst noch montiert. Der Mast befand sich nicht in der richtigen Mittelposition, daher musste er noch um 3 mm nach Backbord versetzt werden. Auch die Wanten wurden noch kontrolliert und nachgespannt. Im Anschluss an die Skipperbesprechung (ab 12:00) durften wir hinaus auf den Ontario-See.

Nach einer kurzen Verzögerung ging es los. Wir kamen vom Start gut weg und zogen mit Wind von Stb vorerst einmal Richtung Luvtonne. Vier Wenden folgten. Normalerweise hätten wir die Bahnmarke als Zwölfte passiert, aber es kam alles anders. Um ja nichts herzuschenken, wurde die letzte Wende ein wenig zu früh angesetzt. Was wir dabei nicht so beachteten, das war der Strom, welcher uns mit mindestens 3 Knoten entgegenkam. Somit konnten wir die Tonne nicht wie gewollt passieren. Eine Halse folgte. Aber im 3-Bootlängen-Kreis war dann richtig was los, wie auf der Straße – Stau und wieder Stau, da fast alle den Gegenstrom nicht beachtet hatten und die Tonne gleichfalls nicht wie gewünscht schafften. Boote berührten sich, auch wir bekamen von einem gegnerischen Schiff etwas ab. Die zweite Bojen-Rundung ging wieder daneben, da wir das Ding berührten. Durch diese missglückten Manöver reihten wir uns um mindestens 20 Plätze nach hinten. Daher wurde dieses Race nur mehr als Training weitergefahren und nach der zweiten Runde kurz vor dem Ziel haben wir es vorzeitig beendet. Somit haben wir den Ontario-See erstmals mit seinen Tücken kennengelernt.

Das Team um Ernst „Flossi“ Felsecker erreichte aber den ausgezeichneten 15. Platz.

swm14-23-flaggen-im-windUm 18:00 wurde dann die WM feierlich eröffnet. Somit weht im Yacht Club Toronto für eine Woche auch die Österreichische Fahne. Wir freuen uns alle, unser Land in Kanada vertreten zu dürfen.

Anbei ein paar Bilder, auch das gesamte Team „Österreich“ dabei.
Bedanken möchten wir uns auch bei unserem Sponsor UVEX, der polarisierte Sonnenbrillen (die auch Schwimmen können) und T-Shirts zur Verfügung gestellt hat. Thank you very much !!!!!

Am Montag geht es so richtige los, daher ab ins Bett, um für die folgenden Races fit zu sein.

Liebe Grüße,  Fritz

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The smiling Austrian Shark Team – kurz vor dem Start der Weltmeisterschaften !

24. Aug. 2014 – 15:20 MESZ Mit dem „Hai“ vom Royal Canadien Yacht Club zum National Yacht Club !

Guten Morgen aus Toronto!

Heute kommt der Bericht ein wenig später, da wir gestern Abend auf einer Geburtstagsparty beim Nachbarn eingeladen waren.

Ein Retourblick auf den vergangenen Tag:

RCYC, diese Buchstabenfolge steht für den exklusivsten Segelclub Kanadas – ROYAL CANADIAN  YACHT CLUB ausgeschrieben, platziert auf einer Insel vor Toronto. Dort mussten wir unsere Shark abholen. Vorerst wurden wir mit einem clubeigenen Schiff dort hingebracht. Nach einem kurzen, recht staunenden Club-Rundgang, konnten wir unsere Shark auf Vordermann bringen (Unterwasserschiff reinigen usw.). Anschließend transferierten wir segelnd den „Hai“ in den NATIONAL YACHT CLUB. Dazu stellten wir bei ein paar Wenden die Segel ein, ohne jedoch das imposante Bild der Skyline von Toronto aus den Augen zu verlieren. swm14-20-segel-vermessungIm Club angekommen, folgten die üblichen Zeremonien: Schiff und Motor wiegen, Segel vermessen und registrieren usw. – alles kein Problem, das Gewicht passte ganz genau und unsere, von Österreich mitgebrachten Segel wurden bei der Vermessung auch nicht beanstandet. Unsere Startnummer 14 ziert nun auch bereits das Schiff. Ein paar Kleinigkeiten (Austausch von Schoten, Klemmen, …) erledigten wir auch noch dazu. So verging der Tag recht schnell.

Heute Sonntag geht es so richtig los. Wir fahren gleich zum Club. Anschließend ist Training angesagt. Um 12:00 läuft das Skipper-Meeting. Danach startet das Warning Gun – Practice Race. Da wird man das erste Mal sehen, wie unser Boot durch das Wasser rauscht.

Fortsetzung folgt!   Liebe Grüße,   Fritz

Hier noch ein schneller Überblick zur Lage der beiden erwähnten Yachtclubs > Toronto-Habour !

Am Toronto-Abend reicht Fritz noch einige Bilder (nun teilweise im obigen Bericht eingebaut) nach und meint dazu:

Ich wünsche einen Guten Morgen, da, wenn Du mein Mail liest, es bei dir zu Hause in Österreich ja schon in der Früh bzw. vormittags ist – je nach dem, wie bald du aufstehst. In Toronto ist es gerade 21:00 Uhr abends, in Österreich schon 03:00 früh (Anm. v. WEBer Ante: eigentlich 4 Uhr, da wir in Europa Sommerzeit / daylight saving time haben). Als erstes sende ich dir die versprochenen Fotos vom gestrigen Tag. Ein Bild ist dabei, man glaubt es kaum – auch in Toronto gib es Stiegl-Bier, und dies auf einer Geburtstagsparty.

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Wer fester schruppt ist früher nass – Fritz und Kumpanen glätten die Shark !

23. Aug. 2014 – 04:21 MESZ Aalglatte erste Shark-Politur  und  Toronto von hoch oben !

swm14-12-flossis-bootServus Daheim !

Wie zuletzt schon angekündigt, der Tagesablauf:

Wir holten um 12:30 Uhr Flossis Vorschoter, Benedikt Russ, vom Flughafen ab. Anschließend ging es zum National Yacht Club Toronto. Flossi konnte dort sein Boot übernehmen und dieses wurde gleich auf Vordermann gebracht (siehe Foto). Anschließend wurde dieses auch gleich vermessen (gewogen). Die Shark 24 muss 1250 kg auf die Waage bringen. Dieses Limit wurde um 5 kg unterschritten, daher müssen die fehlenden Kilos noch mit Gewichten ausgeglichen werden.

Anschließend begaben wir uns auf einen dreißigminütigen Fußmarsch zum CN-Tower (dem Wahrzeichen Torontos). Dieser 553,33 Meter hohe Fernsehturm – er war einmal der höchste der Welt – musste klarerweise von uns erklommen werden (natürlich mit dem Fahrstuhl). Von oben nach unten blickend ergab dies dann ein imposantes Sichtfeld mit vielen Hochhäusern, dem berühmten Stadion, hinaus bis zum Flughafen und dem stillgelegten Heizhaus der Eisenbahn (siehe Fotos unten).

Morgen bekommen WIR unser Schiff, dieses ist noch nicht in Toronto. Freuen uns schon darauf.

Bei Ripperl und Bier ließen wir den Tag ausklingen.

Fortsetzung folgt!  Liebe Grüße, Fritz

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Ausblicke vom CN-Tower in Toronto !

22. Aug. 2014 – 14:07 MESZTilley Hat – steht der Niagara-Hut dem Fritz auch gut ?

Guten Morgen Toni, nein – besser Mahlzeit!

In Österreich ist es ja schon 13:30, da denkt man wahrscheinlich schon an Kaffee und Kuchen.

swm14-11-tilley-hatKurzer Tagesbericht von gestern:

Nach einem ausgiebigen kanadischen Frühstück – eigentlich ist hier alles zu üppig, da braucht man einen ganzen Tag nicht mehr zu essen – ging es mit dem Auto zu den Niagara-Wasserfällen, um dieses amerikanische und kanadische Schauspiel zu sehen. Es war wirklich sehr imposant. Foto gibt es erst, wenn ich wieder Zuhause bin. Anschließend fuhren wir noch in die wunderschöne Ortschaft  „Niagara on the Lake“. Flossis berühmter Hut stammt ja von dieser Ortschaft. Der „Tilley Hat“, so heißt  auch die Firma, die ihn erzeugt, hat lebenslange Garantie. Was bleibt dann übrig, als sich auch so einen Hut zu besorgen, da er gut aussieht und auch schwimmfähig ist. Somit bin ich jetzt, genauso wie im Salzkammergut, auch in Kanada behutet. In einem englischen Coffeeshop genossen wir noch einen doppelten Espresso. Allein schon der Kaffeegeruch in diesem Haus war inspirierend. Ab ins Auto, ging es wieder die 140 km zurück nach Toronto. Nach einem kleinen Abendessen und zwei Bier fielen wir müde ins Bett.

Der neue Tag begann mit diesem Schreiben an dich.  Heute werden wir zu Mittag Flossis Vorschoter vom Flughafen abholen. Anschließend geht es zum Club, um die Umgebung zu erkunden und unsere Boote, die uns hoffentlich bis dahin schon zugeteilt wurden, zu begutachten. Dazu noch ein paar Zusatz-Infos.

Bei der WM vertreten Österreich zwei Boote. Die beiden Crews sind:

Unser Boot unter Führung von Michael Schahpar – Steuermann und Main Sail,

Nancy Harvey – Main Sail und Spi (sie ist eine sehr gute kanadische Seglerin, in ihrem Hause dürfen wir alle nächtigen),
Fritz Feuerer – Genua und Vorschiff.

Das zweite Boot unter Führung von Ernst „Flossi“ Felsecker – Steuermann und Main Sail,

Franz Gratzl – Main Sail und Spi,
Benedikt Rust – Genua und Vorschiff.

Fortsetzung folgt!  GlG aus Toronto, Fritz

21. Aug. 2014 – 19:54 MESZFritz schaut sich vorab ’s wilde Wasser an – Niagarafälle !

Sitzen gerade bei den gewaltigen Niagarafällen und lassen uns einen Drink schmecken !

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21. Aug. 2014 – 02:46 MESZ
:
  Eine erste Email und ein paar Bilder eröffnen den WM-BLOG !

Und das vermeldet Fritz nach seiner Anreise bereits aus Kanada:

Servus Toni!

Bin schon wieder auf Tour. Diesmal gehts um den Weltmeistertitel in der Shark24-Klasse. Die WM findet vom 23. bis 29. August in Toronto auf dem Ontario-See statt. Österreich vertreten dabei zwei 3er-Teams, angeführt von Michael Schahpar und dem Seglerurgestein aus Ebensee Ernst „Flossi“ Felsecker.

swm14-03-business-classAnreise-Tagesbericht:

Bin am Nachmittag mit einer AUA-Maschine, Flug Nr. OS 071, von Wien ausgehend, pünktlich in Toronto gelandet. Ich bekam in Wien beim Abflug schon ein wenig Stress, da ich ein Standby-Ticket hatte, und die Maschine überbucht war. swm14-04-business-footIch hatte aber Glück, denn es waren sehr viele No-Shows, so bekam ich doch noch einen Sitzplatz – und auch noch in der gebuchten Business-Klasse. Das Service  war ausgezeichnet, mir ist es richtig gut ergangen (siehe Fotos). Angekommen, nach langem Warten auf das Gepäck, wurde ich von „Flossi“ und seinem Vorschoter Franz Gratzl – die beiden befinden sich schon seit Samstag in Toronto – abgeholt. swm14-05-flossi-u-gratzlWir gönnten uns noch einen Liter Wellington-Bier und ein Abendessen. swm14-06-wellington-beerJetzt sitze ich hier, müde nach dem langen Tag, und schreibe diese Zeilen. Zuhause ist es ja gerade 02:36, also bin ich schon fast 21 Stunden unterwegs.
Morgen fahren wir zu den Niagara-Wasserfällen. Am Freitag hoffen wir, dass wir unsere Schiffe bekommen, um trainieren zu können. Ich werde berichten. Die Fotos sende ich Dir extra, da ich sie mit dem Handy photographiert habe. So, jetzt aber schnell ab in Bett!

Liebe Grüße aus Toronto – natürlich an alle YCBSler,
Fritz

Fritz, da wünschen wir dir/euch natürlich viel Erfolg bei dieser ehrenvollen Aufgabe und hoffen sehr, dass ihr Österreich gut vertreten könnt.

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Für den schnellen geographischen Überblick:

Die SHARK-WM findet im östlichen Grenzgebiet zwischen Kanada und den USA am Ontario-See statt. Dessen Wasserfläche gehört zur großen nordamerikanischen Seenplatte und ist deren letzte. Nach ihm beginnt der Sankt-Lorenz-Strom mit späterer Mündung in den Nordatlantik. Sein südlicher Bereich gehört weitgehend zu den USA und liegt im Bundesstaat New York. Der nördliche Teil des Sees ist kanadisches Territorium in der namengebenden Provinz Ontario. Als größter Wasserzubringer gilt der Niagara, welcher kurz nach den berühmten Fällen in den See mündet.

Toronto liegt am norwestlichen Rand des Ontario-Sees auf 43°34′ N und 79°22′ W und damit etwa am gleichen Breitengrad wie das italienische Ancona oder das kroatische Sibenik. Hier sind die WM-Segler untergebracht und bereit für die kommenden Wettfahrten.

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Im August 2014 eingewebt by ANTE !