Es geht wieder weiter!

Seit Ende November 2025 wartete die Lagoon 450 in sicherer Marina karibikseitig an der Panama-Küste bei der Einfahrt in die Passage vom Atlantik zum Pazifik. Ab 20. Jänner 2026 kam wieder Leben in den Doppelrumpfer:
Anreise der Crew nach Panama, Vorbereitungen zum Start, Transfer durch den Panama-Kanal, Sprung südwestlich zu den Galapagos-Inseln. Was dabei erlebt wurde, das kannst du laufend oder nachträglich in kurzen Beiträgen etwas zeitverzögert mitverfolgen. Die aktuellste Meldung steht obenauf.
Was zuvor geschah: 2023 2024 2025 !
Lassen wir uns überraschen, was alles an Meldungen von der El Greco IV eingeht. Crewmitglied Gerhard Nagy ist der Berichterstatter und Ante sein heimatlicher YCBS-Homepage-Weber.
PS: Wo sich die El Greco IV aktuell befindet, das kann meist via MarineTraffic im AIS abgerufen werden.
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09.02.2026:
Galapagos-Ausklang mit Bordbesuch !
Für die Crew der El Greco IV geht nun der Galapagos-Aufenthalt zu Ende. Morgen beginnt die Heimreise nach Good Old Europe für Gerhard und Martin – nur Eignerskipper Felix und seine Frau Gabi bleiben an Bord für eine neue Crew, aber das ist eine andere Geschichte – sehr authentisch nachlesbar in einem eigenen Blog vom neuen Co-Skipper Reinhard Füßl:
…………………………………………………… Pazifiküberquerung 2026.
Wahrscheinlich hat die heimische Tierwelt vom Crewwechsel auch was mitbekommen, denn nach manchen Tauchgängen haben diese die Grecorianer offenbar schon ins Herz geschlossen:
Video 1 Video 2 Video 3 Video 4 Video 5

Nun hat letzte Nacht ein besonders treues Exemplar sich selbst aufs Boot eingeladen und darauf ein Schläfchen gehalten – Felix und Gerhard meinen dazu:
Gestern gabs Schnorcheln mit einigen recht verspielten Meeresgeschöpfen. Eines hat heute morgen unser Schiff als Schlafplatz auserkoren. Diese Bilder möchte ich nicht vorenthalten! Ist auch für uns ein Erlebnis! Man fragt sich, wie dieser Seehund aufs Schiff kam!?
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Besten Dank der Crew und gute Heimreise !
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04.02.2026:
Die Galapagos-Besucher gehen in einen wohlverdienten Urlaub !
Seit dem 20. Jänner 2026 sind die Protagonisten für diesen Reisebericht nun im Einsatz gewesen und haben ihre Mission hervorragend gemeistert: Erst die Vorbereitungen auf der El Greco IV, dann die Passage vom Atlantik zum Pazifik durch den Panama-Kanal, gleich anschließend die rund 900 Seemeilen nonstop hinaus zu den Galapagos-Inseln mit Taufe am Nuller-Breitengrad und zuletzt eine gute Ankunft und erste tierische Abenteuer auf dem naturgeschützten ecuadorianischen Archipel.
Dafür haben sie – Felix, Gabi, Gerhard und Martin – einen kräftigen Applaus verdient! Ein besonderes „Daumen hoch“ geht an Felix für seine umsichtige Schiffsführung und für die zahlreichen virtuellen Kojen der Homepage-Begleiter auf seinem Schiff. Einen sehr herzlicher Dank senden wir zudem an Gerhard für seine so aktuellen Berichte und die vielen passenden Aufnahmen dazu (die Zulieferanten sind eingeschlossen).
Damit endet die Berichterstattung zum Abenteuer „Durch den Panama-Kanal bis zu den Galapagos-Inseln“ und im Namen aller YCBS-Homepage-Surfer sei der Crew der El Greco IV noch ein erlebnisreicher Aufenthalt und danach eine gute Heimreise vergönnt.
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03.02.2026: Land- und Meer-Bewohner !
Gerhard schickt heute ganz schöne Ungeheuer auf die YCBS-Homepage. Dazu schreibt er noch:
Gestern stand keine Informationsreise an. Felix reparierte seine Toilette und der Rest der Crew arbeitete am Computer bzw. las ein Buch. Das Wetter war am Vormittag grau und es regnete auch immer wieder! Am Nachmittag war es wieder schöner, Martin und ich fuhren mit dem Taxi-Boot in die Stadt Puerto Ayora. Dazu einige Tierbilder vom Spaziergang – siehe unten. Felix fuhr mit Gabi etwas später in die Stadt und organisierte für Martin und sich zwei Tauchausflüge.
Der erste Tauchgang ist bereits heute. Um kurz nach 06 Uhr haben sie das Boot verlassen (Gabi ist auch mit dabei) und fuhren mit dem Auto auf die Nordseite der Insel Santa Cruz. Von dort gings mit einem Taucherboot auf die kleine Insel North Seymour zum ersten Tauchgang und dann weiter zur Insel Daphne Mayor zum zweiten Tauchgang. Bin schon sehr gespannt, was sie bei der Rückkehr vom Ausflug erzählen und welche Bilder sie mitbringen.

An Echsen herrscht auf Galapagos wirklich kein Mangel !
Nach der Rückkehr vom Tagesausflug bei den Inseln North Seymour und Daphne Mayor schickte Felix einige Taucherbilder und kann dabei auch mit ein paar „Ungeheuern“ aufwarten:
Heute war ich mit Martin tauchen. Das „Hailight“ waren diverse Haie, vom schemenhaft entfernten, nicht fotografierbaren Hammerhai bis zu den wenig scheuen und meist faul am Boden herumlungernden Weißspitzen-Riffhaien.



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02.02.2026: Galapagos für Wissbegierige – was hinter dem Namen steckt !
Während sich die El Greco IV Crew nach der langen Überfahrt in neue Abenteuer stürzt, können wir uns ja einmal ansehen, was es mit den seltsamen Inseln im östlichen Pazifik so auf sich hat. Dazu bin ich natürlich kein Experte, aber wozu gibt es das Internet – hier wimmelt es ja nur so vor Informationen. Wer es gerne kompakt haben will, dem empfehle ich einen Blick auf Wikipedia > Galapagosinseln !
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01.02.2026: Ein Besuch bei den Galapagos-Riesenschildkröten !
Gerhard schickt einige gar nicht alltägliche Bilder und beschreibt den spannenden Insel-Landausflug am 1. Februar so:
Heute früh um neun Uhr fuhren wir alle vier mit einem Pickup auf die EL CHATO RANCH, wo wir erstmalig mit hundertjährigen Schildkröten Kontakt hatten. Diese haben ein Gewicht von 200 bis 300 kg und eine Panzerung von bis zu 130 cm Länge. Diese suhlen sich sehr gerne in Schlammlöchern, was nicht sehr appetitlich aussieht, sie sich aber sichtlich dabei sehr wohl fühlen.
Sehr interessant waren auch mehrere Lavagänge, die vor mehr als 1,5 Millionen Jahren entstanden. In einer dieser Höhlen wohnt sogar eine Eule.
Beim Zurückfahren von der Ranch hatten wir noch die Möglichkeit zwei riesige Krater anzuschauen und die sehr interessante Vegetation zu bewundern.



Beim nach Hause gehen vom Abendessen begegneten wir noch einem schlafenden „Sandler“ auf einer Parkbank:

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31.01.2026: Ein Traum geht in Erfüllung – Ankunft auf Galapagos !
Little Ante is watching you! Morgens um ca. 07:30 lokaler Zeit trifft die El Greco IV in der Bahia Academia vor Puerto Ayora der Galapagos-Insel Santa Cruz ein – bei uns im YCBS-Land ist es schon 7 Stunden später, also 14:30. Felix postet dazu in seinem WhatsApp-Status:

The absolute favorite of my „bucket list“ is entering Galapagos islands with my own boat! Yeaaaahhh! Welcome to Puerto Ayora, have a nice day!
Dem ist nichts hinzuzufügen! Ich weiß nicht, welche Träume Felix noch hat, aber einer seiner ganz großen ist heute in Erfüllung gegangen.
Herzliche Gratulation dem Skipper und seiner Crew – ich glaube, alle YCBS-Mitglieder schließen sich gerne an!

Nun ist die El Greco IV im Zentrum der Galapagos-Inseln eingetroffen – ein tierisches Empfangskomitee hat das Ereignis leider verschlafen.

Nächtens gab es einen Kontakt mit Gerhard, er schickte nettes Bildmaterial von der Ankunft, der behördlichen Kontrolle und einem ersten Schnuppern an Land, zudem berichtete er kurz:
Die Zollformalitäten an Bord verliefen mit 8 Personen reibungslos, jedoch ohne Bier 🍺 ging es nicht. Nachdem die Beamten weg waren, unternahmen wir einen ersten Spaziergang durch die Stadt. Es ist total verblüffend, wie hier zahlreiche Tiere mitten unter den Menschen anzutreffen sind. Überall kreucht und fleucht was herum: Seelöwen, Geckos, Echsen, Pelikane, Krebse am Strand usw.
Für den 1. Februar haben wir einen größeren Ausflug ins Landesinnere bei einer Agentur gebucht. Alleine darf man nichts unternehmen. Wir werden einige Stunden unterwegs sein und wollen dabei speziell die berühmten Galapagos-Schildkröten besuchen. Über Starlink können wir erst wieder kommunizieren, wenn wir am Schiff zurück sind.

Ansteuerung von Puerto Ayora:
Die Kette rasselt, der Anker wandert zum Meeresgrund und ein Katzenhai kontrolliert, ob dieser sich eh schön eingräbt.



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30.01.2026: Schaut schon stark nach Endspurt aus !
Um 19 Uhr schickt mir Claus Schreiner wieder eine aktuelle Position der El Greco IV und fügt an: Ich glaub‘ 3-4h, dann überqueren sie den Äquator!
Ich schau mir das gleich an und kann mich da voll anschließen. Dazu hab ich der AIS-Ansicht den Äquator (also den Nuller-Breitengrad) und den Längengrad 90 West zu besseren Vorstellung beigefügt. Der Kartenauszug selbst zeigt das gesamte Galapagos-Archipel mit den zahlreichen Inseln.

Und am 30.01.2026 um 21:42 abends bei uns Mitteleuropäern, aber um 14:42 nach Ortszeit Galapagos, ist es soweit – der Äquator ist erreicht und Skipper Felix postet dazu ein paar aussagekräftige Bilder in seinem WhatsApp-Status:

Äquator-Taufe muss sein: Das macht der Skipper am besten mit rohen Eiern aufs Haupt bzw. aufs Herz (damit die Liebe auch im Spiel ist)!
Der Schiffsplotter belegt die denkwürdige Stunde mittels Anzeige der Schiffsposition 00° 00.000 N (ab nun geht’s hinein in die Südhalbkugel) zur UTC-Zeit 20:42:28 (die Zeit am Null-Meridian, als London/Greenwich). Die Eierspeise wird bei einem Bad im äquatorialen Wasser wieder gründlich abgewaschen.

Später in seiner Nachtwache ruft Gerhard an und plaudert ein wenig hinein in die Stille des Ozeans:
Das Meer ist ruhig, wenig Wind, es ist etwas bewölkt, diesig und kühler geworden – der Humboldtstrom zeigt schon Wirkung. Bisher hatten wir immer so an die 28-29 Grad und jetzt angenehme 25. Den Äquator haben wir alle gut überstanden. Geteert, gefedert und kielgeholt wie früher die Seeleute wurden wir zum Glück nicht und die Tauf-Eier hätten wir ohnehin auf Galapagos nicht einführen dürfen. Gemüse und rohes Fleisch haben wir auch schon verkocht und eingefroren, Orangen wurden ausgepresst, so sollten wir später beim Zoll hoffentlich keine Probleme bekommen. Fisch haben wir ohnehin keinen gefangen. Einmal hatten wir noch ein großes Exemplar am Silk, aber dieses riss sich auch wieder los und der Haken war danach gerade gebogen. Das Angelzeug ist nun eingeholt, weil sich die Tölpel manchmal beim fischenden Sturzflug im Silk verheddert hatten. Einige wenige Fliegende Fische bekamen wir zu Gesicht, auch tellergroße Krebse und 1 x Delphine
Nach dem großen Tölpel-Besuch sind wir nun vogelfrei (die brauchen uns nicht mehr, da die Inseln schon nahe sind). Gabi hat einmal 40 Vögel am Schiff gezählt. Jedenfalls ist die ganze Sch….. an Deck schon weggeschruppt – große Kärcher-Reinigung war angesagt, damit wir bei der Ankunft fesch sind.
Ich hab jetzt noch 1 Stunde Wache, danach kommt Felix zur Ablöse. Seit 16 Uhr unserer Zeit haben wir Land in Sicht und wir sind noch rund 25 Meilen vom Zielhafen entfernt. Für 8 Uhr früh Ortszeit ist die Ankunft geplant – das ist 15 Uhr in Österreich. Für 11 Uhr hat sich Zoll und Polizei schon angesagt und wir hoffen, dass wir danach unsere Galapagos-Zeit beginnen können. Unser Ziel ist also in wenigen Stunden erreicht – Puerto Ayora im Süden der runden zentralen Isla Santa Cruz.
Nach Übernahme der Wache durch Felix ergänzt er Gerhards Meldung noch und schreibt:
Hallo Toni, langsam dämmert hier der Morgen und unser Ziel, Santa Cruz, ist schon schemenhaft an Steuerbord zu erkennen. Der Wind trägt auch schon den unverwechselbaren „Duft“ von Galapagos herüber, einer zarten Mischung aus trockenen Kräutern, Vogelguano und Seelöwenkacke – herrlich!
Anbei sende ich dir noch die Filme der gestrigen Äquatorialtaufen.
Buenos dias y saludos cordiales, Felix
Gut dass meine KI des Spanischen mächtig ist und so freue ich mich über das „Guten Morgen und herzliche Grüße“ von Felix und darf hier noch die Standbilder von der Äquatortaufe durch den Skipper mit bewegten oder bewegenden Momenten erweitern:
James Cook Flying Hering Caribien Nympf
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29.01.2026: Ruppige Schaukelwelle und eine Cataplana !
The Show must go on – es gibt keine Pause – auf und ab – auf und ab – 15 Knoten und eine holprige See. „Angenehm ist es nicht, aber man gewöhnt sich daran“ meint Gerhard bei einem Anruf:
Es gibt nicht direkt etwas Neues zu berichten, aber mit Kochen und Essen verstreicht die Zeit auch ganz schön. Heute hab ich eine Cataplana*) auf die Speisekarte gesetzt und gemeinsam haben wir die Eisenpfanne ganz schön voll bekommen. Übrig geblieben ist schließlich auch nichts, alles weg, und die Tölpel draußen hatten sich vergeblich auf ein paar Fischreste gefreut. Außerdem hat Felix sie – die Tölpel, 13 an der Zahl – nun ohnehin verjagt und das Schiff wieder auf Hochglanz gebracht.
*)
Cataplana ist eine portugiesisches Pfanne bzw. auch das Gericht und was sich hinter dem Namen verbirgt, das kannst du gerne im Internet (zB auf Wikipedia) erkunden. Falls du Köchin oder Koch bist und noch nicht wissen solltest, was du morgen auf den Tisch bringen wirst – Cataplana wär ein Tipp von der El Greco IV (die Zutaten sind recht variabel, aber schau halt mal, was du im Kühlschrank hast – hoffentlich alles wie folgt: Rezept und noch ein bisschen mehr)!
Heute mag das AIS-System die Schiffsposition nicht so recht anzeigen, aber um 19 Uhr MEZ liefert Claus Schreiner wieder einen aktuellen Standort der El Greco IV mit 1.58159 LAT und -87.28000 LNG – sh. dazu den entsprechenden Screenshot-Auszug auch zur graphischen Einordnung!
PS: Beim gestrigen YCBS-Clubabend gab es ua. einen Live-Talk mit El Greco Skipper Felix – sehr passend, da Wintertörn des Thema war – sh. Bericht !
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28.01.2026:
Galapagos rückt näher –
gut die Hälfte geschafft !
Es geht stetig voran. Ein Blick auf MarineTraffic zeigt, dass die El Greco IV wohl schon mehr als die Hälfte der Strecke zu den Galapagos-Inseln geschafft hat. Und es geht ohne Pause voran bei einem Kurs von etwa 235°, also immer weiter nach Südwesten.
So ein Dauereinsatz macht natürlich hungrig. Da das mit dem Fische fangen nicht so recht klappen will, hat sich Gabi entschlossen, für die Burschen ein kräftigendes Brot zu backen. Ob da die Fische auch was davon ab bekommen?
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Allerdings haben sich da noch ein paar hungrige Schnäbel auf der El Greco IV eingefunden. Gerhard schickt einige Bilder und schreibt:
Gabriela verwöhnt uns mit frischen Brot.
Taxi Boot El Greco IV:
Rotfußtölpel sind unsere ersten Besucher aus Galapagos.
Felix hat neue Freunde gefunden.
Wir sind noch 350 sm von Galapagos entfernt, das erste Begrüßungskomitee ist bereits an Bord!
Position um 16:15 MEZ: 03° 00,47 N und 085° 30,40 W.
Dass Kleinvieh auch Mist machen kann, das zeigt ein Link auf ein Zusatzbild. Wer wird das wohl sauber machen vor Galapagos?


PS:
Im Gegensatz zur gut temperierten Fahrt der El Greco IV geht es heute beim YCBS-Jänner-Clubabend um das etwas frostigere Thema Adria-Wintertörn!
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27.01.2026:
Vor dem Essen (Hände) waschen,
aber nicht kleckern,
sonst kommst‘ in die Waschanlage !
Klingt wie eine Drohung – Gerhard schreibt dazu:
Gabriela verwöhnte uns zum gestrigen Abendessen mit einer ausgezeichneten Paella.
Vor (nach) dem Festessen gab es für Martin eine Meerwasser-Reinigung!
Wir segeln mit etwas Motorunterstützung ca. 5,5 kn über Grund Richtung Galapagos.
Unsere Position ist 04° 21,7 N und 083° 46,4 W.

Zur österreichischen ZIB2-Time kommt dann noch eine Meldung von Gerhard nach:
Bei Position 04° 05,04 N und 084° 009,12 W wurde der fehlende Wind ausgenutzt, um das Unterwasserschiff auf Sauberkeit von Algen und Seepocken schnorchelnd zu überprüfen. Für Galapagos benötigt man ein Zertifikat über die ordentliche Reinigung der Rümpfe, um möglichst wenig fremde Organismen eingeschleppt zu kriegen. Die dazu erforderliche professionelle Reinigung hatte Felix für den Tag vor Abreise bestellt. Trotz frischem Antifoulings hatten sich im nährstoffreichen Brackwasser der Marina in 6 Wochen jede Menge Seepocken auf den Rümpfen angesiedelt, auf Galapagos absolut unerwünscht. Bei Ankunft wird das Schiff abgetaucht und wenn der Rumpf nicht absolut für sauber befunden wird, muss man 40 sm raus fahren und schrubben. Wenn man das nicht kann, braucht man gar nicht mehr auf die Inseln zurückkehren. Leider ergab der Check, dass ziemlich schlampig gearbeitet worden war, weshalb sich Felix und Martin schnorchelnd ordentlich ins Zeug legen mussten, damit das Unterwasserschiff den strengen Anforderungen der „galapagonensischen“ Behörden gerecht werden würde. Mehr als 2 Stunden lang immer wieder mit angehaltenem Atem hart arbeiten, das schlaucht schon ziemlich. Da schmeckte dann Gabis frisch gebackener Nutellakuchen besonders gut!

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26.01.2026: Die Langfahrt-Routine hat Einzug gehalten !
Gerhard schreibt zur El Greco Mittagszeit:
Die Routine ist nun an Bord eingekehrt:
Felix, Martin und ich teilen uns die Nachtwachen und Gabriela hält ihren Dienst jeden Tag von 06:00 bis 10:00 und von 18:00 bis 21:00 Uhr!
Martin macht viel am Schiff und beschäftigt sich mit der Navigation. Felix findet immer was zum Reparieren.
Gabriela und ich wechseln uns beim Kochen ab. Hatten heute schon 2 Fischbisse, doch kurz vor dem Herausholen verabschiedeten sich diese leider!
Wir sind aber weiterhin voller Hoffnung, dass wir noch einen Fisch auf den Teller bekommen!
Der Wind und die Strömung sind uns wohlgesonnen, wir sind unter Segel mit 6 bis 7 kn unterwegs – direkt zu auf Galapagos.
Schon spaßig – knapp 7 kn Halbwind und dank Strömung 7 kn Fahrt (Anm.: siehe dazu ein Blick auf den Schiffsplotter – 6.6 kn Wind von Steuerbord = gelbe Pfeilblase und 7.0 kn Fahrt)!
LG Gerhard
PS:
Zur Zeit zeigt MarineTraffic keine aktuelle AIS-Position der El Greco IV an (zu weit vom Land entfernt). Technik-Guru Claus Schreiner wird immer um 19 Uhr MEZ einen Standort liefern. Hier ist der von heute: 5.59743 LAT und -82.19280 LNG (das passt zum schwarzen Schiffchen am Plotterbild).
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25.01.2026: Panama ist erfolgreich durchquert – der Pazifik liegt an !
Am österreichischen frühen Abend gibt es ein Telefonat (Starlink machts möglich) mit Gerhard. Was er erzählte, das geb ich hier kurz wieder:
Nach der Schleusung hinunter zum Pazifik haben wir nur kurz gestoppt, um den Lotsen und den Leinenhelfer von Bord zu verabschieden. Es gab also keine Pause in Panama City, sondern wir starteten gleich hinaus in den Golf von Panama mit möglichst direktem Kurs Richtung Galapagos-Inseln. Die behördlichen Erfordernisse, also das Ausklarieren, wurde bereits vor der Abfahrt auf der Atlantikseite in Colon erledigt. Die ursprünglich geplante Reiseroute mehr südlich konnten wir auf direkt ändern, weil es kaum Wind gibt und die El Greco IV mit einer Maschine bei 5-6 Knoten gute Fahrt macht. Inzwischen haben wir bei entsprechender Wacheneinteilung (21-24/00-03/03-06 Uhr) eine Nachtfahrt hinter uns und es geht munter nonstop weiter. An Bord sind alle wohlauf. Wenn es so problemlos weiter verläuft, dann werden wir bis zum Samstag am Abend Galapagos erreichen.

In Europas „early morning“ verrät es uns das AIS: Die EL GRECO IV hat den Stillen Ozean erreicht, die Kanalpassage ist geschafft!

Und was sagt WhatsApp dazu? Hat Chefreporter Gerhard dazu bereits ein paar Bilddokumente in den Social Media Canal gepostet? Ja, hat er:


Beinahe „Ohne Worte“ ist der lapidare Kommentar zu den Bildern (Gerhard ist wohl von den vielen Eindrücken etwas überwältigt): Die Reise zum Pazifik!
Da darf der YCBS Skipper Felix und seiner Crew sehr herzlich zur schnellen Passage vom Atlantik in den Pazifik gratulieren !

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24.01.2026: Der Panama-Aufstieg ist erfolgreich abgeschlossen !
Am heutigen österreichischen Morgen starte ich am PC das AIS-System, rufe dann die EL GRECO IV ab und schau mir den Track von gestern an. Alles super, ist mein Eindruck und ich zeig euch hier gleich den Screenshot dazu:

Was sagt uns die gelbe Spur in der obigen grünen Satellitenaufnahme?
Die El Greco IV hat die Marina (oben Bildmitte) verlassen, durchquerte dann die Limon Bay, schlüpfte unter der Atlantic Bridge durch und fädelte sich ins Schleusenareal ein. Danach schaffte sie im rötlich gefärbten Trackbereich die 3 Hebestufen und ist in erhöhter Position in den Gatun-See ausgefahren, wo sie ein Stück später die Fahrt für den Tag beendete.
Nach guten 6 Stunden ist dann auch in Panama der Morgen angebrochen und Gerhard meldet sich im WhatsApp mit etwas Text und treffenden Bildern zum Vortag:
Lieber Anton, die ersten Schleusungen haben wir hinter uns. Geplant war, dass der Lotse um 16:00 Uhr an Bord kommt, gekommen ist er um zwei Stunden später. Beim Losfahren ist es dann schon dunkel geworden.

Zuerst mussten wir unter der Brücke durch und dann ging es weiter zur Schleuse. Vor der Schleuse wurden wir mit einem anderen Kat vertäut und gemeinsam schlüpften wir hinein ins Ungewisse. Auf beiden Schiffsseiten wurden dicke Leinen zum Ufer geführt, die ständig straff sein mussten, um den Bootverband mittig zu halten.



In der dritten Schleuse hatten wir schon Übung, daher nahm sich der Lotse Zeit und genoss das vorbereitete Abendessen!

Am See erwischten wir noch eine freie Boje, bevor unser Lotse abgeholt wurde. Nachdem das Boot sicher lag, genossen auch wir unser wohlverdientes Essen! Das Bild vom rostroten Metallbrummer stammt übrigens schon von heute am Morgen.
Liebe Grüße Gerhard
PS: Falls dich die T-Shirts mit kurzen Ärmeln im Jänner verwundern? In Panama hat es z.Z. über 30° am Tag und so um die 24° bei Nacht!
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23.01.2026: Ein Anruf aus dem fernen Panama !
Während ich mich nach einem eisigen Spaziergang gerade beim Billa in Ranshofen einkaufend aufwärme, da klingelt das Smartphone und eine ferne aber doch bekannte Stimme meldet sich – Gerhard ist’s:
Wir sind bei den letzten Vorbereitungen, Wasser wird gerade gebunkert, die nötigen Leinen klariert und dann brauchen wir noch jemanden als Helfer für die Schleusungen. Es muss an jeder Ecke des Schiffes 1 Person für die Handhabung der Taue bereit sein. Martin ist zwar inzwischen gut angekommen, aber wir sind komplett nur 4 Personen und Felix muss ja am Steuer sein. Zusätzlich kommt auch ein Lotse an Bord. Die behördliche Abwicklung der Schleusung geht natürlich nur mittels Vorort-Agenten = Zusatzeinkommen für die Panamenas. Heute um 16:00 Ortszeit (+6h=22:00MEZ) ist der Start geplant, dann schleusen wir uns hinauf bis zur großen Seenplatte (Anm.: roter Kreis in der Übersicht). Dort werden wir übernachten und morgen möchten wir die Schleusentreppe hinunter zur Pazifik-Seite angehen. Ich melde mich dann wieder mit hoffentlich schönen Bildern dazu.
Die Übersichtkarte zeigt die ungefähre Situation:
In Luftlinie ist der Isthmus rund 35 Seemeilen breit und der Kurs vom Atlantik zum Pazifik liegt grob bei 130 Grad. Wer also geglaubt hat, dass man beim Panama-Kanal von Atlantik zum Pazifik in westlicher Richtung fahren muss, der sollte seine Meinung auf Südosten korrigieren (hab ich auch müssen). In etwa 26 Meter geht es dabei hinauf und nach der Seenplatte wieder hinunter. Wer sich ausführlicher über den Panama-Kanal informieren möchte, dem empfehle ich dazu ev. Wikipedia !
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22.01.2026: Ein versorgungsreicher Vorbereitungstag !
Mit einem Guten Morgen meldet sich Reporter Gerhard aus Panama:
Der gestrige Nachmittag war geprägt vom Einkauf. Interessant zeigte sich vorerst der Weg zu einem Supermarkt und spannend war die Frage, ob wir auch alles bekommen würden, was wir besorgen wollten! Das Angebot war dann riesig und alle Einkaufswünsche wurden erfüllt.
Die Anfahrt war deshalb so interessant, weil wir dabei brückenhoch den atlantikseitigen Panama-Kanal überqueren mussten.


Der anschließende Einkauf dauerte zwar, aber er war schließlich sehr erfolgreich! Alles Gefriergut konnte später in den neuen Kühlboxen bei -18 Grad Celsius bestens verstaut werden. Eine freie Brausezelle wurde zum Stauraum umfunktioniert.

Am Abend beendeten wir den anstrengenden Tag mit einem wohlverdienten Festessen im Marina-Restaurant!

Heute wird um 10:00 Uhr das Boot noch wegen der Einreise nach Galapagos begast. Weiters erwarten wir Martin, unser viertes Crewmitglied.
Liebe Grüße aus Panama
Gerhard
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21.01.2026:
Gut in Panama bei der El Greco IV angekommen !
Gerhard meldet:
Wir sind gestern am Abend pünktlich um 20:15 Ortszeit in Panama angekommen! Nach eurer mitteleuropäischen Uhr war es da 02:15. Das gesamte Equipment ist auch gut eingetroffen, aber Felix musste wegen der Ersatzteile fürs Schiff ca. 2 Stunden beim Zoll verbringen. Alles wurde genau begutachtet und überprüft. Ab 23:00 ging es in fast 2 Stunden Autofahrt zum Liegeplatz der El Greco IV. Soweit war am Schiff alles in Ordnung, nun wir waren nach mehr als 25 Stunden Anreise schon streichfähig. Jetzt um 10:00 Uhr sind wir vom Frühstück zurück und beginnen mit dem Einräumen. Am Nachmittag geht’s dann zum Einkaufen!
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20.01.2026: Gerhard Nagy meldet sich bei der Anreise nach Panama !
Per WhatsApp kommt folgende Nachricht:
Lieber Anton,
ich bin gerade mit Felix und Gabi von München aus mit dem Flugzeug nach Paris und dann weiter nach Panama unterwegs.
In Panama fahren wir mit einem Mietwagen zu Felix‘ Schiff. Morgen ist ein großes Einkaufen geplant, damit genügend Essen bis Galapagos an Bord ist.
Am 22. wird das Schiff zur Sicherheit wegen Ungeziefer an Bord begast , damit auf den Galapagos nichts eingeschleppt wird.
Abends kommt zur Crew noch mein Enkel Martin dazu. Am 23. beginnt dann die Schleusung, die sicher für uns alle ein großes Erlebnis wird!
Wenn wir am Pazifik sind, rechnen wir mit 1.200 sm Strecke, da wir mindestens 300 sm in südlicher Richtung segeln müssen – wegen Gegenwind von den Galapagos.
Wenn für dich ok, dann berichte ich gerne über unsere Erlebnisse.
Gerhard
Und dazu die Rückmeldung:
Hallo Gerhard!
Da steht ja wieder ein phantastisches Abenteuer bevor. Gerne stelle ich deine/eure Meldungen und Berichte wieder auf die YCBS-Homepage. Diese werden sicher neuerlich sehr interessant für unsere Mitglieder und auch für mich.
Ich wünsche euch eine gute Anreise und danach einen problemlosen Verlauf eurer großen Tour bis zu den Galapagosinseln.
Herzliche Grüße – auch an Gabi und Felix
Anton
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Eingewebt im Jahr 2026 by Ante !