So war’s bei der ASW 2026 !

Für die Woche vom 26. 9. bis 3. 10. hatte YCBS-Skipper Ferdinand Brandstätter die First 35 „Libra“ ab Jezera gechartert, um mit dieser bei der Adriatic Sailing Week 2026 mitzumischen. Alleine konnte er das Kind natürlich nicht schaukeln, also reisten auch noch ein paar Crewmitglieder hinunter nach Kroatien zur Insel Murter. Die komplette Crew positionierte sich vor dem Auslaufen noch für ein Foto – da kann sie gleich vorgestellt werden:
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Von rechts (mit Link-Bild am Namen):
Ferdinand Brandstätter
Josef Reichsöllner
Anton Herzog
Andy Prexl
Peter Kubesch
Ferdinand, Josef und Peter waren bereits am Freitag angereist und konnten am Samstag früh die Yacht übernehmen. Andy und Anton folgten bis 14 Uhr nach, da war bis auf den bestellten Taucher zur Reinigung des Unterwasserschiffes schon alles erledigt. Nach einer Stärkung in der Pizzeria „Toni“ reichte der Tag noch lang genug für ein paar erste Versuchsschläge, vor allem mit dem Gennaker, weil das geplante Üben mit einem Profitrainer nicht zustande gekommen war.
Anhand einiger ausgewählter Bilder (von Andy und weiteren Handyschwingern) und garniert mit etwas Text wird folgend der Verlauf der Regattawoche vorgestellt.
Nach einer Nächtigung in Jezera steht nun der Sonntag für ein ausführlicheres Training zur Verfügung. Erst am Abend müssen wir zur Registrierung und zur Eröffnungsveranstaltung am Nordende der Insel Murter bei der Insel Zminjak sein.
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Die Libra wird vom Taucher geschruppt und dann bei leichten Winden testweise gleich aufs Meer hinausgejagt. Hui, da geht die Post ab !
Das herrliche Sonnenwetter stellt nun für die ganze Woche vorwiegend schwachen Maestrale bereit, allerdings meist erst ab der Mittagszeit und ist dann ideal für unser leichtfüßiges Boot mit reichlich Krängung bei stärkeren Winden. Die First35 ist zwar nicht mehr neu, aber alle Leinen, Fallen, Winschen funktionieren bestens und sind gut zu bedienen. Das riesige Steuerrad erlaubt ein feines Agieren und Reagieren auf Wellen oder Windstößen. Wir sind am Ende des Tages recht zufrieden und genehmigen uns eine Runde Spritzwasser in den vorhandenen Weingläsern. Am Abend suchen wir uns den für den YCBS reservierten Tisch und genießen Speis und Trank beim Eröffnungsevent. Christian Kargl als Organisator der ASW führt durch den Abend und vermittelt den rund 100 Seglern auf den neun First35 und den zehn First36 alle nötigen Informationen.


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Am Montagmorgen gibt’s ein Briefing, Wetter-Infos und ein Tagesziel – und das alles zweisprachig auf deutsch und englisch, weil auch eine tschechische Crew dabei ist (aber nicht die Sieger von Vorjahr, sondern ein reines Damen-Team – alle jung und hübsch vom Kopf bis zum Fuß). Derweil warten die Yachten geduldig am Steg von Zminjak, aber dann geht es hinaus für eine erste Wettfahrt, welche vorerst zur Dieseltour mit Flagge Follow me mutiert.


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Schließlich kommt die ersehnte Brise und wir können uns erstmals regattierend messen. Es läuft für uns prima und die meisten Mitbewerber fallen kontinuierlich zurück. Bei der Ziellinie liegt dann nur eine einzige First36 vor uns und wir schaffen den ersten Platz bei den 35ern.


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Die Station für den Feierabend und die Nacht ist Sali auf Dugi otok. Der Tross parkt sich vor der legendären Bar Marittimo ein und damit ist ein klangstarker Abend vorprogrammiert. Molenbier mit Plauderei, ein Crew-individuelles Abendessen, die Tagessiegerehrung und Token-Cocktails bei lauter Musik beenden den ersten Regattatag.


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Der Morgen ist wiederum strahlend sonnig. Nach Frühstück und Einkauf steht auch schon ein neues Briefing an, das Christian Kargl vor der nun noch schläfrigen Bar Marittimo mit „Guten Morgen Sonnenschein“ lautstark musikalisch einberuft. Das holt dann auch die letzten müden Krieger aus den Kojen. Wieder ist ein Wettfahrtkurs geplant, aber noch ist alles ungewiss, denn – eh schon wissen – steuert Peter unsere Libra hinaus zur Startlinie, wo sattsam Stille herrscht und für ihn und uns alle am Startschiff der Blaue Peter erscheint (obwohl unser Peter die Nacht vor der Bar recht gut überstanden hatte).



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Aber dann geht’s neuerlich los. Wiederum kommen wir beim Start gut weg, aber am Ende müssen wir knapp vor der Ziellinie noch ein Ausweichmanöver einlegen, was uns einen Platz kostet (der uns später sehr fehlen sollte). Nun leitet uns das Startschiff zur Proversa mala, also zur engen Durchfahrt zwischen den Inseln Katina und Dugi otok. Der Tross hat die ASW-Fahnen gesetzt und ein Entlein nach dem anderen motort durch die Passage. Unmittelbar vor uns tuckert die Capricorn der gelbgrünen Tschechinnen und wir haben das Gefühl, dass die sportlichen Mädels uns gefährlich werden könnten.
Im Übergang von der Telascica zu den Kornaten legt der Wettfahrtleiter die nächste Startlinie. Nach sehr gutem Beginn und einigen Schlägen dirigiert uns Skipper Ferdinand ausgefuchst zwischen zwei Inselkaps hindurch und nach dem Leuchtfeuer Sestrica setzen wir uns eindrucksvoll vom gesamten Feld ab. Nichts kann uns aufhalten und eine Bahnverkürzung macht dann alle klar: Platz 1 over all für die Libra.



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Das Tagesziel ist heute die große Bucht Anica bei der Insel Levrnaka im Kornaten-Archipel. Diesmal schenkt uns Andy keinen wässrigen, sondern richtigen Wein in die Gläser. Der Abend bringt beste Versorgung durch das Buchtenrestaurant und flotte Tanzmusik für die Jungen oder jung Gebliebenen.


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Während die Nacht den Dienstag vergisst, schließlich ein neuer Morgen heraufdämmert, da schlummern die Yachten noch am Steg. Unsereiner will sich die Stille noch ein wenig erhalten und schleicht und klettert über schroffes Kalkgestein hoch über Levrnaka. Hier ist der Ausblick grandios und die frühen Sonnenstrahlen leuchten hinein in den Nationalpark mit seinen vielen Inseln. Ein Kollege ist noch nachgekommen zum schiefen Gipfelkreuz und er meint, dass der Abstieg wohl schwieriger würde – aber sein Rücken ist doch bei Pantaenius versichert.


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Frühstück, Briefing und spiegelglattes Meer. Wir fahren aus und bilden mitten im Kornatenkanal ein treibendes Floß aus Schiffen. Mit Schwimmen und Futtern kommt die Mittagszeit und dann auch noch das himmlische Kind – der Wind. Schnell den Verband gelöst und hin zur neuen Startlinie. Erst eine Wettfahrt und dann noch eine. Bei Opat verlassen wir die Kornaten und ziehen hinüber Richtung Insel Kaprije.


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Der Mittwoch geht dem Ende zu und die Yachten brauchen einen Platz für die Nacht. In Kaprije konnte die Regattaleitung keine Plätze reservieren, denn in dieser traumhaft sonnigen Herbstwoche sind noch viele Yachten unterwegs. So muss sich das Feld verteilen und verschiedene Orte anlaufen. Wir entscheiden uns für Tribunj. Andy steuert bei tiefem Sonnenstand dem Festland zu.


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Und wenn du nun, lieber Leser, neugierig bist, wie es uns in Tribunj ergangen ist, dann fanden wir einen stromlosen Platz am Stadtkai, ein gutes Restaurant fürs Abendessen (wo es zu später Stunde sogar noch Eispalatschinken gab) und wiederum einen Wanderhügel für den Morgen zum guten Ausblick. Kann sein, dass dich aber die Wertung bei den Wettfahrten mehr interessiert: Hier ist der Wahnsinnsstand für die Libra und das Team des Yachtclub Braunau-Simbach – erklick ihn dir:
Zwischenstand Einheitsklasse First35
Zwischenstand over all nach ORC-Wertung
Mit 6 Punkten liegt die Libra eindrucksvoll um 4 Punkte vor Capricorn (den Tschechinnen) und auch vor der Aries in der First35-Wertung. Bei ORC über beide Bootsklassen liegen wir auch klar vorne. Es müsste schon einiges schiefgehen an diesem letzten Wettfahrtag, um die Führung noch zu verlieren.


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Ferdinand steuert frohen Mutes die Libra aus dem Hafen von Tribunj hinaus zum Treffplatz der Flotte. Wieder legt sich der zarte Nordoster schlafen und der neue Tageswind lässt auf sich warten. Was bei Follow me am Bild noch recht gut aussieht (viele Boote hinter uns), das hätten wir bei der nächsten Aufnahme auch gebraucht. Zwei Wettfahrten bringt der Donnerstag und beide wollen nicht so richtig gelingen. Es gibt keine großen Fehler – etwas Enge und Abdeckung bei den Starts, aber irgendwie geht es schlecht vorwärts. Schleppen wir eine Pütz hinterher? Haben wir Poseidon beleidigt? Warum fallen wir zurück? Alles wie bisher: Ferdinand hat den taktischen Überblick und dirigiert den feinen Segeltrimm, Josef händelt die Gennakermanöver am Vorschiff, Peter hat hinten dazu die Schot feinfühlig sicher in der Hand, Andy trimmt das Groß und Anton dreht das Steuerrad. Wer hat uns den Speed geklaut?


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Bei der Einfahrt zum Abschlussort Drage südlich von Pakostane und gegenüber von Vrgada wissen wir nicht, ob unsere Tagesplätze vielleicht gerade noch reichen oder aber dass wir in den Wertungen von den ersten Plätzen gefallen sind. Erst der Abend würde Gewissheit bringen. Im Restaurant Porat treffen sich dann alle Regattierer zum Abschlussfest. Essen, Ansprachen, Rahmenprogramm nehmen reichlich Zeit in Anspruch. Ein wenig sitzen wir auf Nadeln: Wann folgt endlich die Siegerehrung? Dann aber geht es los – erst die First35-Reihung. Der Count down ab Platz 9 wird zur Geduldsprobe. Wo werden wir eingereiht? Werden wir zu früh aufgerufen?


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Die Bilder sagen alles aus – wir sind auf Platz 3 zurück gerutscht, Platz 2 geht an die schnellen Tschechinnen und der First35-Sieg an die Crew der Aries. Die Tabelle bringt es zutage: Nur einen einzigen Punkt mehr und wir hätten mit drei ersten Wettfahrtplätzen den Sieg in der Tasche gehabt. Des einen Leid, der anderen Freud – am Vortag hatten die vor uns Platzierten nicht mehr an ein Aufholen geglaubt.

Das ebenfalls spannende Klassenergebnis für die zehn First36 soll auch nicht vorenthalten werden !
Was die Overall-Wertung (First35 und First36 gemeinsam nach ORC) betrifft, ist die YCBS-Crew ebenfalls auf Platz 3 gelandet und das als die beste First35 hinter zwei 36ern – da können wir schon stolz sein. Ein bitterer Beigeschmack bleibt trotzdem: Hätten wir … wären wir … !

Die Crew am 1. Platz der Overall-Wertung darf sich nun für 1 Jahr den ASW-Segler als Wanderpokal mit nach Hause nehmen.

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OVERALL WINNER der ADRIATIC SAILING WEEK 2026 ist die Crew der JULY mit Skipper Stefan Eder vom Team Pantaenius.
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Abschließend eine schnelle Rezension mit Dank zur Adriatic Sailing Week 2026:
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Den Veranstaltern ist wiederum ein dickes Lob für die Organisation und die reibungslose und unverkrampfte Durchführung auszusprechen. Alles lief für die Teilnehmer wie geschmiert. Die zahlreichen Anpassungen wegen fehlendem Wind bedingten eine beachtliche Fexibilität, die scheinbar mühelos aufgebracht wurde.
Somit ein ehrliches und herzliches Dankeschön an Christian Kargl von SALT Sailing und David Kappeter von Sailingmotion sowie dem ganzen Team dahinter für eine wunderbare Segelwoche, für dieses beachtliche Format des Wassersports.
Aber auch unserem Skipper – in der Mitte zwischen den beiden ASW-Protagonisten im Bild – dürfen wir für seinen starken Einsatz und seine seglerische Kompetenz ein dreifaches Hipp-Hipp-Hurra zurufen, auch wenn es diesmal „nur“ zwei Einfache geworden sind. Ferdinand, mach weiter so – und hol dir das nächste Mal ein Schneidbrettl mit einem Einser drauf !!!
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Noch einmal im Vollformat – das mit 2 x Platz 3 erfolgreiche und stolze Team YCBS bei der ASW 2026:

Von links: Andy Prexl, Anton Herzog, Josef Reichsöllner, Peter Kubesch und Skipper Ferdinand Brandstätter
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Das war die Ankündigung:

Die ASW / Adriatic Sailing Week
ist eine recht spannende Herbstveranstaltung in Dalmatien (siehe Zeit- und Routen-Plan).
Für 2026 sind laut Ausschreibung die Einheitsklassen First 35 (9 Yachten ab Basis Jezera)
und First 36 (10 Yachten ab Basis Biograd) gemeldet und ausgebucht.
Charter-Zeitraum ist Sa. 26.9. bis Sa. 3.10.2026 !
Mehr zur ASW findest du auf der zugehörigen Website – klicke dazu ins Bild Routing 2026.
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Seitens des YCBS wurde eine First 35 mit Gennaker (die „Libra“) geordert, um sich an den spannenden Wettfahrten zu beteiligen.
So wie im Vorjahr wird sich wiederum Ferdinand Brandstätter mit einer Mannschaft als Schiffsführer den Herausforderungen stellen. Wie sich die YCBS-Matcher im starken Teilnehmerfeld schlagen werden, das ist die interessante Frage. Der YCBS wünscht allen Teilnehmern beste Bedingungen und gelungene Manöver – die allerbesten natürlich seiner Mannschaft!
Ergänzende YCBS-Infos folgen hier nach Festlegung und Bekanntgabe weiterer Details.
PS: Rückblick erwünscht? So lief es bei der ASW 2025 für den YCBS !
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Eingewebt by Ante !