Kein Meister ist vom Himmel gefallen! Übung macht den Meister! Meister werden ist schon schwer, Meister bleiben noch viel mehr! Diese klugen Sprüche gelten ohne Abstriche auch für den Segelsport. Also ist Üben oder Trainieren das Gebot der Stunde!
Zwei YCBS-Crews nahmen sich das für drei Tage vor und reisten auf die Insel Krk nach Punat an. Im riesigen Marinagelände in der Puntarska Draga warteten auf sie brandneue Yachten vom Typ Dehler 38 SQ von Anbieter IN2THEBLUE auf die Übernahme.
Wer sich bereits auf den warmen Frühling im Kvarnerić gefreut hatte, dessen Erwartungen konnten vorerst leider nicht besonders erfüllt werden. Dunkle Wolken, steife Böen und nur zaghaftes Grün stellte der Monatsabschluss zum 28. bis 30. März 2025 bereit. Der nicht mehr ferne April garnierte das Wetter bereits fallweise recht wechselhaft einmal mit Regen, dann wieder mit Sonnenschein. Einige Teilnehmer hatten sich vorsorglich ein Hotelzimmer gebucht, um sich zumindest in den Nächten wieder gut aufwärmen bzw. trockenlegen zu können.
YCBS-Oberbootsmann A(usbildung) Ferdinand Brandstätter hatte das verlängerte Wochenende von Freitag bis Sonntag organisiert. Über SALT (früher 2SAIL) der Firma von Christian Kargl, wird der Trainer beigestellt. Der sportlich junge Mann stellt sich als Alex Lausecker vor und wie sich bald herausstellt, hat dieser eine Menge seglerisches Wissen und Können in Theorie und Praxis intus.
Zu Beginn steht einmal eine Einführung an: Was ist geplant? Wie soll/wird es ablaufen? Etwas Theorie, viel Praxis, Nachbesprechungen! Besonders der den meisten noch etwas ominöse Gennaker muss vorweg am Steg hängend erklärt werden: Leinenführung, Ablauf beim Setzen, beim Bergen, beim Halsen!
Jetzt aber kann es bald losgehen! Ein paar technische Dinge sind noch zu erledigen, ein wenig wird noch geschraubt, ein Schiff muss aus irgend welchen Gründen getauscht werden, dann aber verlassen die beiden Yachten die Marina und ziehen durch den schmalen Buchtenhals hinaus ins Übungsgelände.
Julius am Steuer hält die Dehler in den ersten Böen gut auf Kurs und die neue Segelgardarobe in Grauschwarz gibt sich flott (vor allem, wenn du ins Bild klickst). Laufend wird fleißig getrimmt. Alex macht Vorgaben von seinem schnellen und wendigen Motorboot aus und kontrolliert den Übungsfortschritt. Dabei wechselt er häufig die Positionen zwischen den beiden Dehlers und lobt oder verbessert die Ergebnisse.
Schnelle Wenden, kontrollierte Halsen, verfeinerter Segeltrimm, passendes Steuern bei böigem Wind, richtiges Runden von Bahnmarken – es gibt ganz schön viel zu üben.
Dann kommt auch der Gennaker zum Einsatz – da wird es erst richtig lustig. Das große Leichtwindsegel fordert ganz schön. Nun kommen ein paar Leute trotz kühlem Wetter sogar ins Schwitzen. Dafür geht die Post so richtig ab, aber gleich kommt die Boje, also keine Zeit zum Rasten: Vorsegel raus und Gennaker in die Luke bzw. bald wieder umgekehrt – Gennaker setzen und Fock einrollen usw.
Zwischendurch gibt’s Regenwetter, da werden die Hauben über die Ohren herunter gezogen und die Jacken dicht verschlossen. Pfui Teufel, muss das sein? Jetzt wär wohl eine Theorieeinheit im Trockenstüberl beim Wirtn in Punat angebracht, aber die steht erst am späteren Nachmittag am Programm – mit Regelkunde, wer hat wann Vorrang, was ist erlaubt und was geht gar nicht (wie Christian Kargl in großer Runde mit einer anderen Trainingsgruppe erklärt)!
Nach Regen folgt manchmal Sonnenschein oder zumindest etwas Blau am Himmel. Da kann dann Ferdinand mit roter Schot den dunklen Gennaker schön trimmen und die Mannschaft an Deck herumspringen lassen. Zwischendurch jagen sich die beiden Yachten gegenseitig um die Trainingsbojen. Da wird es auch manchmal etwas eng, aber ganz cool bleiben ist angesagt – und berührungsfrei!
Verfolgungsfahrten, Übungen an der Startlinie, bremsen, beschleunigen, Zeitmanagement, Timekilling und diverse Tricks füllen die Stunden und lassen sie wie im Flug vergehen.
Am letzten Tag geben sich die Bedingungen sonniger und angenehmer, auch der Wind gleichmäßiger. Wegen technischen Problemen können allerdings die Gennaker nicht mehr verwendet werden. Das ist zwar ein wenig schade, aber es gibt auch so noch reichlich Übungsmöglichkeiten.
Im Resümee kann das Segeltraining nur positiv bewertet werden. Die drei Tage gingen zwar, ehrlich gesagt, ganz schön in die Knochen, waren aber ein voller Gewinn und eine derartige Übungseinheit darf daher gerne weiterempfohlen werden.
Ein abschließender ehrlicher Dank geht somit an den YCBS, speziell an Organisator Ferdinand Brandstätter, an die Firmen SALT mit Christian Kargl und IN2THEBLUE mit den Betreuern, besonders an Trainer Alex Lausecker für seine profunde und professionelle Abwicklung, an die beiden Skipper Ferdinand und Julius, an die PKW-Halter für eine unfallfreie Reise hin und retour, plus – last but not least – an alle Teilnehmer für das hohe Interesse und das besondere Engagement.
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Das war die Ankündigung:
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Der YCBS möchte sich wieder etwas mehr in der Regatta-Szene sehen lassen. Im Herbst ist die Teilnahme an der Adriatic Sailing Week 2025 geplant. Dafür sollte vorher natürlich gut trainiert werden. Früh im Jahr, bei öfters mehr Wind und welliger See, lassen sich wohl einige flotte Schläge mit unterschiedlichen Segelstellungen bis zur tiefstehenden Sonne ausgiebig üben.
Vom 28. bis 30. März 2025 werden zwei vom YCBS gecharterte Yachten ab Punat in den Kvarneric hinausfahren und sich von erfahrenen Trainern instruieren lassen.
Organisator für den Club ist YCBS-Oberbootsmann S(chulung) Ferdinand Brandstätter!
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Eingewebt by Ante !