
Zum zehnten Mal organisierte und begleitete nun schon Vorstandsbeirat Gerhard Schmidhuber die YCBS-Herbstreise. So wie in den Vorjahren gelang auch 2026 wieder ein sehr ansprechendes Programm. Dafür erntete er zurecht, zusammen auch mit Rainer Kücher als Bus-Unternehmer, bei der Heimkehr wiederum einen kräftigen Applaus.
Zu den bisherigen Zielen in Österreich und Deutschland gesellte sich nun Tschechien als spannende Destination. Mit Südböhmen musste die 36-köpfige Reisegruppe zudem keine zu lange Anreise absolvieren. Zwar stellte das Wochenende vom 10. und 11. Oktober etwas gemischte Wetterkost mit fallweise leichtem Regen bereit, aber dennoch konnten die Besichtigungen und Führungen in den angesteuerten Orten gut erfolgen. Die mitunter aufgespannten bunten Regenschirme durften allerdings vereinzelt die sonnenarm fehlende Strahlkraft der Bilder etwas ergänzen.
Lag im Vorjahr mit dem Burgenland bei den Einkehrschwüngen mehr der Wein im Fokus, so konzentrierten sich die durstigen Kehlen diesmal eindeutig in Richtung Bier – Budweiser ist eben süffig und ausgesprochen bekömmlich, solange der Konsum nicht übermäßig ausufert. Vereinzelt überraschte aber auch der böhmische Rebensaft mit zarter Würze und feinem Bouquet. Als trinkfeste Unterlagen gab es deftige Braten mit den sattsam berühmten Knödeln in Scheibenform, aber auch ansprechende Fischgerichte aus der Moldau-Region.
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Für die etwas detailliertere Nacherzählung der YCBS-Herbstreise darf wie üblich eine Bilderselektion mit Textergänzung den Stoff liefern:


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Mit schickem Bus und fröhlicher Gesellschaft beginnt der Samstag-Morgen in Braunau. Nach Zustiegen in Altheim und Ansfelden sind wir komplett. Krumau, wir kommen!


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Die Fahrt verläuft problemlos. Bald können wir uns beim Anstieg zur Burg die Füße vertreten. Leichter Regen zieht den Köpfen die Kapuzen über oder lässt die Knirpse aufspringen. Eine Übersichtstafel verrät schon, was uns erwartet: eine mächtige Anlage hoch über der Moldau und viele Touristen aus dem fernen Osten (kein deutscher Text, aber Chinesisch neben Tschechisch und Englisch).


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Eine Asiatengruppe geht zum Glück gerade weg, so können wir die Aussicht auf Stadt und Fluss unter uns genießen bzw. seitlich die mächtige Burg- und Schlossanlage bewundern, durch welche uns eine recht resolute Tschechin zum Glück auf Deutsch führt.


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Unsere Ohren müssen ganz schön gespitzt werden, um den Schwall an Informationen über Geschlechter und Bewohner, Bauherren und Untertanen aufsaugen zu können. Über den großen Burgplatz geht es schließlich hinunter in die Stadt, zur Moldau und zur Kirche des Heiligen Veit.


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Die Mittagszeit rückt näher und unser Feldwebel meint es gut mit der schon etwas ermüdeten Reisegruppe: Ohrhörer einsammeln und ab in die Gaststätte.

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Endlich – da zischen die ersten Budweiser die Kehlen hinunter. Sogar den Mädels sieht man den Durst schon an und auch die Jungs strahlen wie nach einem Lottotreffer. Dann kommen auch bald die „Behmischen Knedel“ und machen der schmalen Fleischscheibe ordentlich Konkurrenz. Dank Bratensaft und zweitem Krügerl rutscht das Essen gut hinunter.


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Gut versorgt verlassen wir Cesky Krumlov und Rainer bringt uns mit dem Bus nach Budweis, wo wir gleich einmal im Hotel Vita einchecken und nette Zimmer beziehen.

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Nach einer kurzen Hotelpause sind wir schon wieder auf den Fersen und lauschen diesmal mit neuen Hörgeräten einem Führer. Der leidet zwar auch nicht an zu wenig Selbstbewusstsein, hat aber mehr Humor als die Krumauer Kollegin. Kreuz und quer marschierend verlieren wir langsam die Orientierung, hören aber recht viel über die Stadt mit der bekanntesten tschechischen Brauerei.


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Am Haus des berühmten tschechischen Dichters begegnen wir dem Braven Soldaten Schwejk, beim Masne Kramy wird uns der Mund schon wieder trocken, aber unser Guide vertröstet uns empfehlend auf eine Einkehr am späteren Abend. Natürlich finden wir auch den Schwarzen Turm neben dem Budweiser Dom. Beide sind für uns verschlossen. Die 225 Stufen haben mich vor Jahren früher schon einmal erledigt, wie sich meine Beine erinnern können.



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Der einstige Turmwächter hatte da wohl mehr Training. Seine Familie auch, welche die 20 Quadratmeter große Dienstwohnung ganz oben in luftiger Höhe früher benutzen durfte.


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Am riesigen quadratischen Budweiser Stadtplatz musst du dich nicht beengt fühlen und die Bürgermeisterin im großen blauen Rathaus auch nicht. Allerdings sind an diesem Samstag gerade Gemeinderatswahlen und unser Mann vermutet und wünscht sich, dass sie bald ausziehen wird müssen.



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Für das Abendessen in Budweis hat Gerhard im Alchymista reserviert. Die Chemielaborantinnen brauchen dann recht lange für die Bereitstellung von Brauflüssigkeit, sodass Clubsekretär Manfred sicherheitshalber gleich zwei Halbe übernimmt. Die braucht er schließlich auch, bis endlich unser Essen serviert wird. Derweil sitzen die Wasser-Konsumenten schon gut versorgt am Nachbartisch.


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Wenn du die obigen Hinweise noch im Fokus hast, dann wirst du dich an eine Empfehlung erinnern – und auch an die generelle Ausrichtung der Herbstreise zum Lebensmittel Bier. Also wechselt wegen vorgerückter Stunde eine schöne Anzahl vom Alchimisten zu den Fleischbänken (Masne Kramy). Das beliebte Lokal hat nun schon Platz für uns und verschenkt um wenige Coronen frisch gezapftes Budweiser in verschiedenen Qualitäten und Prozenten. Später, beim Fußmarsch zum Hotel, wird leider ein Teil davon bei schnellem Schritt schon wieder verschwitzt.
Die Nacht im Hotel ist wegen des reichlichen Bierkonsums am Vortag für manche etwas überflüssig aber ruhig. Dafür herrscht beim üppigen Frühstücksbuffet schon viel Gewusel und schlitzäugiges Gedränge dazu, aber wir sind ja ab neun Uhr ohnehin schon wieder auf Achse. Unser Sonntagsausflug geht in deutscher Bezeichnung nach Frauenberg. Für die Tschechen ist dieser Ortsname zu einfach, sie verwenden einen Zungenbrecher. Nach kurzem Anstieg erreichen wir fußläufig bzw. mit einem Bummelzug das grandiose Schloss – flüssige Aussprache erst nach mindestens drei Budweisern möglich – Hluboka nad Vltavou.

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Was es mit der prächtigen Anlage auf sich hat, das magst du kurz in Gerhards Einladung nachlesen oder im Internet erfragen bzw. so wie wir bei einer Führung durch einige prunkvolle Innenräume erfahren. Da wir aber noch etwas zu früh bei den Marienbergern sind, die vor der Verstaatlichung zu den Schwarzenbergern gehörten, haben wir noch Zeit für ein Posieren vor der Haustür – äh, ich meine Schlossportal:

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Mittels Klick in die Gruppe – zum Beispiel auf die gut sichtige rot bejackte Dame in der Mitte – kannst du dir den stolzen YCBS-Haufen etwas größerer heranholen. Leider hatte sich unsere Hilfsfotografin nur der Zoomfunktion bedient statt näherzutreten, so kommen die hübschen fröhlichen Gesichter nicht sehr scharf auf deiner Netzhaut an.
Ein wenig müssen wir noch auf unseren Schlossexperten warten, so ist Zeit für eine herbstliche Pflanzenexpertise draußen, eine kurze Rast für alte Herren im Vorhof oder einen Blick zum Himmel, welcher nun sein fahles Grau für uns weitgehend in sattes Blau verwandelt hat.



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Nun aber geleitet uns der Führer in die bescheidene Hütte und nach ein paar Stufen begrüßen uns die ersten Schlossbewohner, namentlich Johann Adolf II. Fürst zu Schwarzenberg und seine angetraute junge hübsche Eleonora von Lichtenstein, und bitten uns in ihr reichlich schmuckvoll im 19. Jahrhundert umgebautes Eigenheim, welches sie sich im Stil von den Tudors in England abgepaust hatten.


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Staunend wandern wir durch die Prunkräume und verlassen schließlich das kunstvolle Holzzierrat, die Schöne in der Bibliothek, ihre außergewöhnliche Sammlung an Erstausgaben, Exponaten und Artefakten, schließlich die gefährlichen Geräte in der Waffenkammer durch einen wundervoll verglasten Gang über die Orangerie.



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Einen letzten Blick auf die meistbesuchte tschechische Sehenswürdigkeit magst du noch einmal werfen. Kann sein, dass dir dein eigenes einfaches Heim nun sehr bescheiden vorkommt, mag aber auch sein, dass dir der protzige Prunk aufzeigt, was sich die damaligen Herrschaften alles auf Kosten der kleinen Leute einfallen haben lassen. Dennoch, wir heutigen Erdenbewohner kommen gerne zu diesen aus der Zeit gefallenen Bauwerken und bewundern und erhalten sie.
Der Vormittag ist vorbei und es wird Zeit für den nächsten Programmpunkt. Nach kurzer Rückwanderung zum Bus kutschiert uns Rainer zum Rybi Restaurace Hurka, also zu einem Fisch-Gasthaus in Horni Plana. Die Wirtin dort und ihre zwei assistierenden Töchter haben ganz schön zu tun, um die hungrige Meute abzufüttern. Unser Tisch ist wiederum glücklich als einer der letzten bedient zu werden, dafür aber dann von der blondzopfigen tschechischen Rapunzel:



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Der servierte Hecht ist ein zäher Bursche, um so butterweicher gibt sich der Zander. Beilagen, Salate und der Gerstensaft schmecken auch und runden das sonntägige Mahl ab. Auf die vorbestellten und erhofften Zwetschkenmus-Täschchen mit Semmelbröseln und Butter müssen manche verzichten, weil das Schiff für die vorgesehene Fahrt auf dem Lipno-Stausee schon auf uns wartet. Nach kurzem Transfer taucht die gestaute Moldau auf und die Adalbert Stifter von Lipno-Line freut sich auf uns. Tief unten liegt das Ausflugsschiff, weil der Wasserstand im Speichersee nach diesem trockenen Jahrhundertsommer auch im Herbst bisher nicht angestiegen ist. Damit sehen die Uferränder heuer recht kahl und trocken aus, so als wär gerade Ebbe.


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Rasch wird an Bord gegangen und im geschützten und geschlossenen Unterdeck Platz genommen. Oben im Freien ist es zu windig und es schaut wieder einmal nach etwas Regen aus. Das Schiffspersonal hat nichts dagegen, da hat man die Passagiere gut im Blick und die Konsumation braucht weniger Bedienungsaufwand.

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Die fröhlichen Tischgesellschaften hat unser Reiseorganisator Gerhard eingefangen. Kaffee, Kuchen, Wasser, Wein und Sekt – bei manchen doch lieber das Budvar – garnieren und verzieren die weiß gedeckten Tische.

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Nach rund zwei Stunden erholsamer Gleitfahrt auf dem ruhigen Moldau-Stausee sind alle gut versorgt und wir können zufrieden die Heimreise antreten. Rainer liefert uns nach ebenso angenehmer Straßenfahrt alle gut zu den Ausstiegsstellen in Ansfelden, Altheim und Braunau. Besten Dank!
Das waren sie also auf ihrer Südböhmen-Reise, die 36 YCBS-Herbstfahrer im Jahre 2026 – bierseelig und nicht mehr ganz so scharf wie früher (die lustigen Jungen ausgenommen):

PS:
Die ausführlichen Informationen bei den Führungen sind in diesem Rückblick nicht enthalten, dafür reicht das Merkvermögen des Homepage-Webers nicht aus. Auch die vielen lustigen Geschichten, Erzählungen, Wortmeldungen, Schmähs und Witze der Teilnehmer sind mir zu umfangreich. Wenn du mehr über diese interessante Gegend in Südböhmen wissen möchtest, dann empfehle ich dir eine Reise dorthin, aber ersatzweise kann man gut und günstig auch das Internet befragen. Apropos günstig: Die Halbe Pivo kostete weniger als 3 Euro, da sagt man gerne „Na zdravi!“ (Auf die, auf dein Gesundheit) – meint Ante.
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Das war die Ankündigung und Einladung:
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ist nun geplant. Für das Wochenende
Samstag 10. und Sonntag 11. Oktober
erwarten uns ein paar besondere Highlights:
Krumau, Budweis, Hluboká, Moldau
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ACHTUNG – Änderungen gegenüber der Ausschreibung – Org. Gerhard informiert am 4. Okt.:
Die Abfahrtszeit wird vorverlegt auf 06:30. Treffpunkt 10 Min. vorher am Messegelände Braunau.
Stopp in Ansfelden Süd um 08:00: Zustieg Piccolo, Auers und Niklas Z., dann weiter nach Krumau – dort ab 10:00 Stadtführung angesagt.
Die geplante Stausee-Schifffahrt wurde aus Sicherheitsgründen (Frühnebel, Wasserstand) auf Sonntag-Nachmittag verschoben. …
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Der genaue Reiseverlauf und die Details zu Preis und Anmeldung sind der nachfolgenden Ausschreibung zu entnehmen.
Mittels Klick ins Bild lässt sich eine Vergrößerung als PDF anzeigen.
Um Organisation und Reiseleitung kümmert sich in sehr bewährter Form wiederum YCBS-Beirat Gerhard Schmidhuber.
Bitte um rasche Anmeldung bis spätestens 9. August 2026, damit die erforderlichen Buchungen zeitgerecht erfolgen können.
Freuen wir uns also auf eine wunderbare YCBS-Herbstfahrt 2026 !
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Berichte-Links zu den bisher durchgeführten lustigen Herbstfahrten des YCBS:
2024: Bodensee mit Friedrichshafen, Lindau, Wolfurt, Bregenz und Pfänder !
2023: Berchtesgaden mit Königssee-Schifffahrt, Enzianbrennerei, Windbeutelgräfin !
2022: Chiemsee-Besuch mit Schifffahrt zur Frauen- und Herren-Insel !
2019: Tirol-Besuch mit Rattenberg, Aachensee, Wörgl und Schwaz !
2018: Langenlois, Stift Göttweig, Krems, Donauschifffahrt, Dürnstein, Schallaburg !
2017: Regensburg bei Regen, Walhalla, Donaudurchbruch, Abensberg !
2015: Besichtigungsrundfahrt Schlierbach/Pürgg/Hallstatt !
2014: Wien – Heeresgeschichtliches Museum – Haus des Meeres !
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Eingewebt by Ante !

