Es ist super gelaufen beim Jänner-Clubabend 2021. Gleich drei Commodores (der aktuelle und 2 Vorgänger) präsentierten ein volles Programm. Dazu belebte eine erfreuliche Anzahl Online-Meeting affiner Teilnehmer den digitalen Abend.

Entsprechend der Einladung (sh. unten) gab es zwei Hauptthemen und ein paar Nebenpunkte. Clubchef Klaus Schäfer als Hauptmoderator begann mit dem Bildschirm-Zauber:

Nach der Begrüßung der Teilnehmer folgten ein paar Hinweise auf aktuelle YCBS-Homepage-Beiträge und ein Blick auf die Planung des nächsten YCBS-Cup-Törns. Die coronaren Unsicherheiten bestehen mehr denn je, aber noch ist die Hoffnung nicht im Keller für den Mai 2021. Niemand kann per Jänner 2021 sagen, wie der Krimi um Covid-19, Lockdown, Testung, Impfung, Reisefreiheit etc. weitergehen wird und wann der Spuk zu Ende ist.


Nun übergab Klaus die Präsentation an Ferdinand Brandstätter für das Finale des YCBS-Fotowettbewerbs 2020.

Dieser hatte im Vorfeld die eingereichten Aufnahmen gesammelt, zur Bewertung auf die Homepage gestellt und danach die Punkte ausgewertet. Nun zeigte er die Bilderserie bei Bekanntgabe der Fotographen und der erhaltenen Sterne in vorerst zufälliger Folge:

Ab den besten 20 begann der Countdown bei steigender Spannung. Normalerweise ist man ja froh, wenn man drankommt, aber hier sollte es möglichst spät sein. Schließlich waren nur mehr drei Bilder unaufgerufen – jetzt wären wir also fast am Gipfel der Spannung – nur noch die Plätze 3, 2 und 1. Machen wir’s nun kurz – hier sind sie, mit Rang, Titel, Punkte und Sieger:


Mittels Anklicken oder Antippen eines Siegerbildes kannst du mehr Größe erreichen !

Alle Bilder und Bewertungen lassen sich via Link auf den Fotowettbewerb 2020 abrufen. Übrigens: Die drei Gewinn-Gutscheine (€25/50/75) werden später übergeben. Ferdinand hatte seinen Part gut gemacht und ein anerkennendes Klatschen tönte aus den Lautsprechern der Endgeräte.


Nach einer kurzen Trink-/Rauch-/Verschnauf-Pause übergab der Commodore nun für Hauptteil 2 an Christian Haidinger. Nun folgten spannende Ausführungen zur Segelschifffahrt von einst bis heute bzw. sogar bis in die Zukunft.

Der Ehrencommodore hatte im Vorfeld fleißig Material gesammelt und überraschte nun die digital verbundene Runde vorerst mit besonderen historischen Schmankerl. Hier kann nicht der gesamte Vortrag wiedergegeben werden, aber ein paar Screenshots dürfen es sein:

Wir reisen mit alten Ägyptern, plündern mit den Wikingern, wagen ein paar Fahrten mit europäischen Entdeckern, bewundern chinesische Riesenschiffe der frühen Zeit, lassen uns auf einer arabischen Dau durchs Rote Meer blasen und bei James Cook machen wir auch ein wenig mit. Preussisch geht’s zu bei bei Briggs, Barks und Vollschiffen. Auch die Gegenwart kennt eigenartige Windfahrzeuge und die Zukunft hat praktisch auch schon begonnen. Klicke/tippe auf die Kleinbilder zur Vergrößerung der auszugsweisen Serie:

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Christian hatte sich nun ausgedacht, das umfangreich weitergegebene Wissen um die Entwicklung des Segelequipments in einem kleinen Wettbewerb abzufragen und zu festigen (wie ein alter Pädagoge). Dazu bediente er sich der Takelage von alten Segelmonstern. Die vielfältigen Benamsungen diverser Masten und Segel brachten uns ganz schön ins Schwitzen, aber letztlich – mit viel Unterstützung – konnten wir ein paar Teile dieser umfangreichen Aufbauten identifizieren. Hier ein Musterbild zum Auswendiglernen für dich:

Du wirst es nicht glauben, aber bei diesem Segelquiz gab es eine ganze Reihe von Siegern. Die hat Christian in einer nachträglichen Email festgehalten (damit der Club nicht auf die Herausgabe der Gewinne vergisst)!

Und weil es so gut passte, so konnte an diesem Abend auch gleich noch die Ankunft des ersten Vendee Globe Teilnehmers in Les Sables d’Olonne via Live Tracking verfolgt werden. Die Wahnsinns Einhand Regatta Round the World hat diesmal der Franzose Yannick Bestaven gewonnen.

Der deutsche Skipper Boris Herrmann hatte bis zuletzt Siegeschancen, stieß aber nach seiner Erdumrundung nur cirka hundert Meilen vor dem Ziel mit einem Fischerboot zusammen. Zwar unverletzt geblieben, konnte er aber mit seiner beschädigten Yacht „seaexplorer“ nur noch langsamer segeln – großes Pech für den Hamburger.

Christian hatte  den Deutschen in seinem Vortrag noch bildlich präsentiert und als Beispiel für einen heutigen schnellen Racer gebracht:

Jetzt, werter Leser, musst du dich entscheiden: Vollschiff mit dem ganzen umfangreichen Krempel drauf oder das doch etwas einfachere stehende Gut eines foilenden Überfliegers, was ist dir lieber? Nach der Corona-Pandemie kannst du ja beide einmal ausprobieren.


Mit herzlichem Dank an Ferdinand und Christian konnte Commodore Klaus um 22 Uhr den virtuellen Clubabend zufrieden abschließen. Eine repräsentative Auswahl der verpixelten Teilnehmer beendet diesen Bericht.

PS:
Nach dem offiziellen Programm brachte YCBS-Mitglied Claus Schreiner noch sehr interessante Ausführungen Europas Stromnetz betreffend. Eine schriftliche Fassung lässt sich hier > abrufen !



Das war die Einladung zum Online-Clubabend Jänner 2021:

Hier der Teilnahme-Link:
            https://meet.google.com/vun-dwxj-pqe   

Hinweise:
Der Zugangs-Link ist der Gleiche wie beim letzten Online-Clubabend.
Bitte im blauen Feld die Zugriffe auf Mikrofon und Kamera erlauben.
Nun bitte auf das grüne Feld „jetzt teilnehmen“ klicken.

Der Zugang ist 15 Minuten vor Beginn des Clubabends möglich, also ab 19:45! Um 20 Uhr geht’s dann wirklich los.

Clubsekretärin Claudia hat das interessante Programm in einer Email verraten:

Zum einen wird Ferdinand Brandstätter die Bilder des YCBS-Fotowettbewerbes 2020 präsentieren und anschließend die drei Sieger bekannt geben.

Zum anderen will uns Christian Haidinger in die spannende Geschichte der Segelschifffahrt entführen und uns die unterschiedlichen Takelagen der wichtigsten windigen Wasserfahrzeuge näher bringen:

Christian wird die nautische Erkundung mit einem kurzen Gewinnspiel abrunden – er schreibt:

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„COVIDO ERGO ZOOM“ – die Coronapandemie bedingt leider wieder ein Videomeeting. Der französische Philosoph Rene Descartes ist Pate für die lateinische Feststellung. Bei ihm hatte es „Cogito ergo sum“ geheißen: „Ich denke, daher bin ich“ passt aber auch gerade jetzt sehr gut. Frei interpretiert: Ich denke, wir müssen noch ein Weilchen durchhalten und vorsichtig bleiben, dann werden wir auch weiterhin sein.

PS: Eine andere Abwandlung des Spruches behandelt den eigentlichen Grund unseres Seins: „Coito ergo sum“! Übersetze es dir selbst. Ich bin jedenfalls gespannt, was diesbezüglich später einmal die Geburten-Statistiken über die Lockdown-Zeiten aussagen werden?

Eingewebt im Jänner 2021 by ANTE !